Landeschronik. igg
(Hir sal stehin, wie s. Elyzabeth verscheydet von dusfsemertriche.)
*Die geistlichen andechtigin frauwen, die bie sent Elyzabeth *bi. 218 1 .abescheyde woren, die namen den altin groen rock unde czogen[den] a ) dem heyligen lichenam ane, alfs sie begert hatte. Daquamen die priesterc unde vil fulekes, unde brachten den lichenamin die capellen des spitals der armen, den sie mit erme eigen geltegebuwet hatte zu Margburg. Da lyff das folck an allen endenherezu, mit ynnickheyd unde andacht den lichenam zu sehen, sodas er unbegraben stunt bifs an den firden tag. Dar quamen, durchdie schickunge goddes, vile epte, vile monche, vile priestere, vilee ddellute, darzu eyne grosfse menge folekes; etzliche sneden stuckeVo 'i dem rocke abe, etzliche namen der höre von erme heyligenhoubte, etzliche sneden die neyle von erin fingern abe, von grosfserandacht unde libe, unde hilden das vor heyligthum. Da was groifsschreyen unde weynen der armen mentschen, nachdem er aller<uuter gestorbin was. Nu was der heylige lichenam nicht schreck-hchin, alfs ander todin, anzusehin, sundern liblichin zu schauwen. Erw as auch nicht harte, sundern weych, so das sich die glidder bo-geten her unde der, bo man hynne wulde. Er stangk auch nicht,s undern er gab von sich eynen frolichin, susfsen, wolerichen ge-roch. Alsus hatte der heylige lichenam keyn doitlich czeichen an^We, ufsgescheyden das er bleych was. Unde god almechtig derherhogede unde erete vonstunt syne dynerynnen, die in dusfsem'eben durch synen willin sich herniddert hatte, unde begobede siejflit unezelichin grosfsen wunderezeychin, so das vile krancker ge-mächlicher mentschen gesunt wurden. An dem firden tage>) wart [Nov. 22Sl e erlichen begangen mit mesfsen * unde anderm gotsdinste. Du die *bi. 219.m esfse alle ufs warin, da wart der eddel schatte darselbis in die erdenbegraben. Da wurden die frummen mentschin mit andacht entprant.~ a wurden die sundere mit worcr ruwe entezundet. Da wart alle, ck beweget, mit vergisfsunge erer trene, unde lobetin god denne *n. Alsus schribet her Diderich von Doringen in syme 8. buche 2 ) 3 ).
Nach gots geburt alfs man schreib 1232 jare, du hisch bisschoff *bi. 220.und*) von Mentze [von] dem 1 ') apte von Reynhartfsborne eyne summa geltis ' 2 3 2 -°r subsidia, alfs er von syner paffheyd in syme bisschthum thet. Dasnenbarte der apt dem lantgraven, unde der verboit eme, das er deine■sschoffe nicht gebin sulte, bie synen hulden; wante syne eitern hetten
e er n bisschoffe da keyne tzynfse gestifftet. Alfso verhilt efs der apt; das
n der bisschoff zu banne thet unde en brachte zu der hoesten bufse. Da
zoch der apt, alfs eme geraden wart von synen frunden, heymelich geyn
urd zu dem bisschoffe, unde sunete sich mit eme, unde gab sich an
gnade. Alfso sulte er vor den bifsschoff nacket kummen in geynwirtickeyder Paffheyd, unde sulde da bufse entphaen. Indes machte efs sich, das
a ) Hs. ohne Lücke. b ) Hs. Mentze | dem.
n i ) Dietr. meint richtig Nov. 19; G.'s Bechnunq aber führt zu Nov. 22; s.uoen 8.198. Anm. 3. 2 ) Dietr. 8, 4 Z. 12-15; 8, 6 Z. 6-8; 8, 5 (S. US) Z. 7 f,inn V' 10 ~ia, 14 f, 9 f; 8, 10 (S. 150) Z. 1—3; 8, 6 Z. 1—6. ") Das
t\ £ l 2 19~219' Folgende s. unten in den 'Wundern der h. Elisabeth'.> bugfried III. G. meint aber hier und bis 1237 Siegfried II, 0. unten S. 206.