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1549. Auf den Rändern stehen massenhaft Bemerkungen und Zu-sätze 1 ) von Händen des 16. u. 17. Jahrh. Am häufigsten sind darunterStichworte für den Inhalt' 2 ); einigemal werden spätere Geschichts-schreiber erwähnt.
Die Handschrift sollte mit einer grol'sen Menge von Bilderngeschmückt werden, an 260, für die jedesmal der entsprechende Baum,oft bis m ganzen Seiten, freigelassen war. Aber nur ein verhältnis-mäßig kleiner Teil von ihnen ist ausgeführt worden, und zwar in 2Gruppen, im Anfang des 1. und im Anfang des 2. Teils der Chronik 3 ).Die leeren Stellen sind dann zuweilen von Kinderfingern, die sichauch sonst betätigt haben, verkritzelt worden*). Noch vorhanden sind45 Bilder: 131. 4'. 5'. 6. 7. 9. !>'. 12'. 8. 13. 14. 15'. 27'. 34'. 35'. 3G.■56" 38' 40 41 41' 44. 45. 45'. 46. 47. 48. 51. 57'. 60. 62. 63. 64'.65'. 267. 267'. 268'. 270. 272. 273'. 274, 275. 276. 285. 286'. 287'; s.unten 8. 11 f. 16. 19. 26—28. 38. 43—47. 51—54. 57. 64. 67. 69 f. 72.312 f. 215. 217. 219—221. 231. 233 f. Die drei von Bl. 272. 273'. 276(s. 8. 217. 219. 221) sind veröffentlicht von K. Wenck in 'Die Wart-burg' 8. 225. 224. 226. Die beiden von Bl. 51 u. 287' (s. S. 57 u.234) werden unten Tafel I u. II nachgebildet. Unsere Bilder sindFederzeichnungen 5 ) von einem tüchtigen Künstler. Ihre naive Auf-fassung veranschaulicht uns vortrefflich den Zeitgeist, der die Erzäh-lungen Gerstenbergs umfängt. Für die hessische Kunstgeschichte habensie erheblichen Wert. Sachliche Belehrung bieten namentlich dieKampfszenen. Bei den Oertlichkeüen ist Naturtreue meist nicht be-absichtigt*). Hier und da spricht aber doch die eigene Anschauungmit, so in der Abbildung von Biedenkopf, unten Tafel IP). Aufeinem Teil der Bilder sind Namen von G.'s Hand aufgeschrieben,auf anderen von fremder Hand. Einige sind angeschmiert.
2. Regententafel. B = Handschrift der Hofbibliothek zuDarmstadt s ), Nr. 238, 4°, Pergament, 16 Blätter, um 1500, und Pa-pier, 4 Blätter, 16. u. 17. Jahrh. Dazu Druck, 4 Blätter. Nachneuer Zählung: Bl. 6—21 Pergament, davon beschrieben Bl. 6—20;Dl. 2—5 Papier, davon beschrieben Bl. 3—4; Bl. 22—23u. Bl. 1, wozuein als 23' aufgeklebtes Bl. gehört, Druck.
Bl. 6—18' Gerstenbergs Begcntentafel von Thüringen undHessen, von zeitgenössischer Hand. Kalligraphisches Original mitschön gemalten Initialen, Ornamenten und Wappen. Vgl. oben S. 20*,unten S. 363 ff Anmn. Endet mit Landgraf Philipp fgeb. 1504].
•) Einige Proben s. oben 29* (Mitte); Mon. Hass. 1,108 f. 167. 230 (Anmn.).2 ) Eine Probe ist leider unten auf die Tafel II gesetzt worden. \ A ^ A Tt
diesen beiden Stellen nicht geschlossen; s. unten S. 6. 23. 31—36. 38. 40. *2.44T.«* f; 221 m. Anw. b; 223-229. 231. *) Vgl. oben S. 19* Anm. 17. •) 'Das
eigentliche Ausdrucksmittel der Volksphantasic'. Vgl. Eautzsch in Studien zurdt. Kunstqcsch 3 5 u 4.7 c ) Vgl. Landau, Hess. Ritterburgen 2, 20b {wo
aber irrigi vonG. selbst die Rede ist). Bas hier erwähnte Bild des Frauenbergs(Vorzeit hg. v. Justi, Jahrg. 1827, Umschlag) stammt von Bl270;sun *»»*».') In Schcdels Wettchronik stehen wirkliche und phantastische-St'f Bilder neoe„einander. ■. Vgl. Walther ARG. 4 (1845) XII, lf. Die Verfasserschaft
Gerstenbergs ist zuerst von A. Wyfs erkannt worden.