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Die Chroniken des Wigand Gerstenberg von Frankenberg
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bekannte Tatsachen, andere jedoch sind eigenartig. Man wird deshalbdie ganze Iteihe mit G.'s Text vergleichen dürfen. An folgenden Stellen.1190 quam uff der ordo der Tutschin liern, undcr dem bobistcCelestino dem [II.; s. 146 m. Anm. 3 ff: Jahr Ann. Marb.; TextAnn. Marb. u. Bolevinck.

1233 wart Konrad v. Marburg toit geslagen; s. 203 m. Anm. 8:Ann. Marb. u. 'Riedesel' (Cr. S. Petri).

1231, in der rechtin worheyd 1231, starp S. Elisabeth; s. 198 m.Anm. 4 ff: Ann. Marb. u. andere Quellen.

1233 brachte Lgr. Konrad die Tutschin hern von irst geyn Marg-burg; s. 201 f m. Anm. 1: Ann. Marb. (ceperunt habitare in M.).In keiner anderen Quelle.

1235, einige Zeit nach Mai, bestunt Konrad anezuheben das monsterdes Tutschen hufses zu M.; s. 205 m. Anm. 3: Ann. Marb. (Aug. 14positum est fundamentum huius ecclesie).

1236 herhebunge Elisabeths; s. 205 m. Anm. 4. 6. 8: Ann. Marb.(translata est) u. andere Quellen ')•1240 starp Konrad; s. 207 m. Anm. 5: Ann. Marb. u. Thüringerchr.

Mit dem Inhalt dieser Stellen berühren sich ferner zwei glaub-hafte Nachrichten, die uns nur durch G. allein überliefert werden:1229 bestand in Marburg bereits ein cloisterchen der barfufsfsenmit dry adder vire Brüdern; s. 189 m. Anm. 14 2 ); 1233 kreig Lgr.Konrad den Barfüfsern die capellen u. S. Elyzabeth wonunge abeu. lifs en eyn besfser . . . kyrehin . . . buwen, da sie nach wonen;s. 201 m. Anm. 14 3 ).

Diese Nachrichten haben dann wieder eine Parallele in denfolgenden: 1291 brachte Lgr. Heinrich I die predigerbrudere geynMarpurg, an die stedde, da itzt das closter 1yd; 1300 bestundensie den chor zu buwen: s. 229 m. Anm. 7 4 ).

Aufserdem werden an drei Stellen Marburg er lateinische Denk-verse gebracht oder benutzt, folgenden Inhalts: 1231 ist das (sichere)datum von Elisabeths Tod; s. 198 m. Anm. 7; 1261 Aug. 18 wartMargburg . . . verbrant; s. 220; 1319 März 27 verbrante . . . Marg-burg allerdinge; s. 220 u. 243 b ).

Und noch zwei andere, sich ergänzende, Stellen können Mar-burger Ursprungs sein: 1335 starp frauw Agnes v. Hessen, burg-graffyn zu Nürnberg; sie war Heinrichs 1 Tochter und mit Johanvermählt [gewesen]; s. 248 m. Anm. 6; 227 m. Anm. 6 u. 7 6 ).

Endlich kennt G. zwei für die Geschichte Marburgs wichtigeUrkunden von 1227 und 1357. Den Inhalt der einen erwähnt er

') Die Tagangabe Mai 2 statt Mai 1 erklärt sich dadurch, daß die jähr-liche Feier dieser Translalio alsbald auf Mai 2 verschoben wurde, um Mai 1für das Fest der Apostel Philippus und Jacobus freizulassen; s. Huyskens inAnn. f. d. Niederrhein 86, 9. a ) Vgl. Huyskens, Quellenstudien zu Elisabeth

56 f u. 102 f; Wenck NA. 34, 488. s ) Vgl. Dehn-Eotfeiser und Lolz, Bau-

denkmäler in Bbz. Cassel 150; Büeking, Bilder aus Marburgs Vergangenheit 58-') Vgl. auch 245 m. Anm. 18. ») Vgl. Büeking /HG. 16, 4f Anm. (dazu

Estor in Anal. Hass. 2, 225 Anm.). Die gemeinsamen Verse zu 1261 u. IM 9sind 220 am Bande nachgetragen, verwertet aber sind sie schon vorher; vgl 243nach judica. °J Die spätere Stelle ist nachträglich zugefügt, besondere Kenntnis

verrät sich aber schon an der früheren.