Nr. 253. 1525 Frühjahr. 403
willen zu erwecken genaigt bin, und bedunkt mich, das mit grundmein schwegern und vettern und besonder auf ir jungst erpietenunfueg nit zugelegt werden mog, sonder acht, das si sich mererpieten weder si zu tun schuldig sein. Ist herauf <!> mein dienst-lich bete, dweil ir auch zu frid und ainigkeit genaigt sein, irwollen meiner schwäger und vettern jungst furgeschlagen mittel,wie ain erber rat alhie, meine herren, ainem erbern rat zu Nurm-berg die in schrift anzaigen, von inen oder von der Weiserischenfactor vernemen der müe kain bevilhnus tragen und fleis ankoren,wie ir woll zu tun wißt, damit diss sache gestilt und in ainguettlichen vertrag gebracht, also ferrer unwill, unlust und Weite-rung verhut werde, daran ir gegen Got und manigklich ain fastgut werk beweisen, das die genanten mein verwandten und ichumb euch mit getreuem fleis zu gedienen alzeit bereit und willigsein. Ich hab von der sache sonst nit wissen, dan wie mir an-gezaigt und die schritten mir vorgelesen sein etc.
Dat. auf montag nach Quasimodogeniti anno etc. 25.
Damit bevilh ich mich euch als meinem lieben herren, frundund furderer etc.
Ch. Peutinger doctor.
Lieber herr, ir mögt selbs woll ermessen, wa diser handelin guet nit abgelaint solt werden und anders daraus entsteenwurde, das solchs bei disen leufen und zuvor beden stedten undden iren zu beschwernus und anderm raichen mocht, das dererbern stedt misgonnern frid und sterk geperen etc.
253.Von Veit Bild. 0525 Frühjahr. 1 Augsburg.}
Hat die von Peutinger gewünschten weiteren Auszügeastrologischen Inhalts aus der mit Nr. 251 übersandten Hand-schrift sowie ein begonnenes Gedicht auf die Hochzeit der Kon-stanze Peutinger infolge einer plötzlichen Erkrankung an Fieberund Podagra nicht vollenden können. Sehnt sich nach einer
1 Der Brief dürfte einige Zeit nadi der darin erwähnten, am 15. Febr. 1525erfolgten Verheiratung von Peutingers Toditer Konstanze (vgl. die dritt-nddtste An/n.) geschrieben sein. Fr steht in Bilds Briefsamm/iing vor einemSchreiben vom 3. Juli (Sdiröder Nr. 271).
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