Nr. 231. 1522 Dezember 9. 373
borg ain brieve gelesen, darin die von Augspurg hart antaschtworden, und were auch ir rat, ich solt zu der potschaft geen.Das ich getan; mir erstlich bei ir, dweil er von Vicencz burtigund seins namens ich etlich schulgesellen zu Padoa» gehabt, dersein vater auch ainer gewesen ist, fast gut kundschaft gemacht,mich vill schritten von babst, neuen Zeitungen und Luters halbenlassen hören. Nachvolgend zaigt ich ir an, wie mich anlangt,das mein Vaterland Augspurg bei ir angeben sein, .als solten siin mer weg unbillichs gehandelt haben und insonder wie obstat.Auf das si mir zu erkennen geben hat, die von Augspurg werenvor ir von glaubhaften leiten in schritt antascht worden, undwiewoll ich bei ir und dem von Salczbirg der selben leit namenzu wissen begert, ist mir doch solchs vieleicht von des pestenwegen abgeschlagen. Hab im aber gesagt, ich wer auf Aller-heiligen- und selentag anheim gewesen, kain neuerung gehörtnoch gesöhen, wer auch bei allen ampteren und predig im dom-stift gewesen, daselbs mit singen und meßlesen alle brauch wievor gesöhen, deshalben, die solchs anzaigt, den ungrundt fur-gehalten; hette auch nit wissen, das solch predigen vom fegfeurbeschehen wer, sonder zu Augspurg were ain cristenlich, ge-horsam und from volk, und ob gleich ainer oder mer und ainergrossen mengin liederlich gefunden, werde solchs zu Rom undetwan mer auch gesöhen und gehört, und er solt gmaine stat ingunstigen bevelh haben; ungezweifelt, so er gen Augspurg komen,werd solchs befinden. Ist er darauf woll zufrieden gewesen etc.Dat. auf 26. tag vor dem garaus anno 22.
Peutinger.
231.An Bürgermeister und Rat 1522 Dezember 9.
von Augsburg. (Nürnberg^
Bericht vom Reichstage: Angelegenheit der Großen Handels-gesellscliaften und Monopolien.
Augsburg, StA: Peutinger. Ursdir. — Auszug: RTA 3 Nr. 200 S. 870.
... An heut ist mir in vertrauen gesagt, etlich gangen da-mit umb, das die geselschaften zwaimallhunderttausend fl. dar-leihen oder, wa nit, soll man si der monopolia halben rechtlich
1 Über Peutingers Studienzeit in Padua (1482—86) vgl. König S. 3ff.