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Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
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374
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374 Nr. 232. 1522 Dezember 22. Nr. 233. 1523 Januar 1.

beclagen. In summa: von etlichen will den stetten hart zugesecztwerden. 1 Got wolle die sach zum pesten schicken.Dat. in grosser eil auf 9. decembris anno 22.

232.An Kurfürst Friedrich von Sachsen. 1522 Dez. 22. *

Unterstätzt das Gesuch des Georg Vogel, Hofkammer-beamten weiland Kaiser Maximilians, ihm die vom Kaiserauf die Stadtsteuer von Nürnberg angewiesene lebenslänglichePension von 100 Gulden auszahlen zu lassen. 3

Dat. auf 22. tag des monats decembris anno etc. 22.

Weimar, Erneslin. Gesamtarchiv: Reg. E fol. 33 " Nr. 67, fol. 13. Reinsdir.von Schreibershand.

233.Von Kurfürst Friedrich von Sachsen. 1523 Jan. 1. Colditz.Bestätigt den Empfang des Schreibens in der Angelegen-heit Georg Vogels (Nr. 232); hat diesem wieder schreiben lassen,wie Peutinger von ihm vernehmen wird. 4 '

Dat. zu Coldicz am 1. tage ianuarii anno domini 1523.Weimar, Ernestin. Gesamiardiiv: Reg. Efol. 33a Nr. 67, fol. 15. Entw.

1 Über die Frage der Großen Handelsgesellschaften und Monopolien aufdem 2. Nürnberger Reidistage von 1522 vgl. RTA 3 S. 554f., über Peutingersdamalige Tätigkeit in dieser Frage: König S. 113f.

1 Ob Peutinger zur Zeit der Absendung dieses Schreibens noch in Nürn-berg oder schon wieder in Augsburg war — sicher nachweisbar ist er hieram Vormittag des 28. Dez., vgl. RTA 3 Nr. 219 S. 890 —, läßt sidi nicht feststellen.

8 Die Anweisung Maximilians war am 12. Juni 1512 erfolgt; Kurf.Friedrich, dem schon früher 800 Gld. aus der gleichen Quelle verschriebenworden waren, hatte am 4. Juli 1513 sein Einverständnis erklärt (Weimar,Ernestin. Gesamtarch. Reg. E fol. 33 a Nr. 67). Auch unter Karl V. war Ende1519 oder anfangs 1520 noch einmal eine Zahlungsanweisung über 100 Gld.an Nürnberg für G. Vogel ergangen (Reichsregisterbacher K. Karls V. 1 Nr. 6).Dann scheint der Kurfürst gegen die weitere Zahlung der Pension Einsprucherhoben zu haben unter Berufung darauf, daß ihm Maximilian und Karl dieNürnberger Stadtsteuer auf einige Jahre .ganz und gar" bewilligt hätten (vgl.Reichsregisterbücher 1 Nr. 2 und 1388 sowie die Anm. zu Nr. 235), worauf Vogelam 20. Dez. 1522 das von Peutinger — wie auch von Vogels Schwiegervater UlrichArzt — unterstützte Gesuch stellte (Weimar, Ernestin Gesamtarchiv a. a. O.).

* Der Kurfürst schrieb am gleichen Tage an G. Vogel, die NürnbergerSteuer sei ihm von den Kaisern Maximilian und Karl auf mehrere Jahre