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Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
Seite
343
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Nr. 212. 1521 Mai 23. 343

und fursten bewilliget haben. Darnach sein die verordneten furstenund ich mit inen abgeschiden und die churfursten allein beikai. Mt. beliben. Ist die sag, der Franzoß soll den churfurstenallein geschriben haben, das si kai. Mt. angezaigt; aber ob dasder handel sei oder nit, hab ich nit grundlich bericht. Aber wiedem, der Franzoß zeucht auf Navaren, des willens, den vertribenkunig 1 einzuseczen; ist die sag, er woll ain höre auf die Nider-land auch schicken. Solten dan die Schweizer auch über Rheinfallen, als zu besorgen ist, mögen E. Ft. abnemen, wie sich diehendel so beschwerlich zutragen. In summa: es will laider dahinkomen, wie ich alwegen besorgt hab. Got der almechtig wollesein barmherzigkeit mittailen, damit solch gros übel verhuetwerde. 2 . . .

Günstigen lieben herren, auf die handlung, so wie obstetdurch kai. Mt. an churfursten und fursten gelangt, ist an heut dieversamblung bei ander gewesen, und durch die churfursten an-zaigt, das der Franzoß inen trei brief geschriben, 3 darauf kai. Mt.an si, di churfursten, ain verantwurtung, in Latein gesteh, 4 über-geben und mir bevolhen, die den stenden offenlich zu verlesen,als beschehen; waren vier pogen allenthalben eng uberschriben.Nachvolgend ist auf obgemelten furfall geratschlagt worden, 8 daskai. Mt. bei dem Franzosen und den Aidgenossen gut kund-schaft haben soll, was anschleg und anzug si gegen Teutschernacion furnemen wollen, item das schlos und stet in der oberenLandvogtei am Elsas, Preisgau, Sungau, Schwarzwald, Hegauund am Podensee fursöhen werden und in guter warnung seien,die Aidgenossen inhalt der erbainigung G zu ersuchen, ob dashaus Osterreich überzogen wurd, im zu hilf zu komen, zu er-konden, wie si sich halten wollen. Ob ain Überzug beschehe,soll man hilf tun; und so die beschehe, mocht die bewilligetRomhilf nit woll tan werden.

In summa: die sachen steen all trueb, dan Wirtenberg 7 soll

1 Jean d'Albret,

2 Bis hierher ist der Brief sdion am 22. Mai gesdirieben.

» RTA 2 Nr.39A,B.n. * Ebd. Nr. 40. » Ebd. Nr. 42.

' vom 7. Febr. 1511; vgl. Dierauer 2* S.46I.

" Der 1519 durdi den Schwäbisdien Bund aus seinem Herzogtume ver-triebene Ulridi von Württemberg. Seit Febr. 1520 war das Land im Besitzedes Kaisers.