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Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
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287
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Nr. 180. 1517 April 4. Nr. 181. 1517 April 4. 287

180.An Bischof Gabriel 1517 April 4. (Augsburg.)

von Eidistätt.

Ist erfreut, gerade mit dem Bischof zusammen als kalser-liclier Gesandter zum böhmlsclien Landtag reisen zu sollen.Augsburg, StA: Peutinger. Entw.

Hat aus einem am gleichen Tage eingetroffenen Briefe desKaisers 1 erfahren, daß er mit dem Bisclwfe und Andrea deBurgo zu dem auf Georgi nacli Benescliau angesetzten Landtagnach Böhmen reisen soll. Und so ferr dan E. f. G. solch zugtun mochten, 2 nette ich des gros freud und ganz undertanigenguten willen, mit E. f. G. für ander zu ziehen, und wa alsokais. Mt. nit änderst wollen, wird ich mich disen zug zu tun nitsperren. Solch E. f. G. und insonder auch, das herr BernhartAdehnan von wegen E. f. G. mein gelegenheit dis zugs halbenzu wissen begert hat, 3 nit hab wollen verhalten etc.

Dat. auf 4. tag aprilis anno 17.

181.An Bischof Gabriel (1517 April 4. Augsburg.}

von Elchstätt.

Mitteilungen über die Tagesordnung des Böhmlsclien Land-tags und warum sich der Kaiser dort durch eine Gesandtscfiaftvertreten läßt.

Augsburg, StA: Peutinger. Entw.Hochwirdigister fürst, gnadigister herre. Als E. f. G. ich an

1 Nicht erhalten.

2 ßisdiof Gabriel hat die Teilnahme an der Gesandtsdiaft offenbar ab-gelehnt. Denn aus einem Sdireiben Peutingers an Adam von Törring, Pflegerzu Neuburg, vom 17. April 1517, in dem er um Stellung eines Geleites fürden Ritt nadi Böhmen ersudit, ist zu ersehen, daß außer Peutinger undAndrea de Burgo an Stelle des Bisdwfs die Herren Hans von Sdierfenbergund Christoph von Rorbadi zu kaiserlidien Vertretern auf dem inzwisdienum drei Wochen versdiobenen böhmisdien Landtag bestimmt sind. Dieses undnodi ein weiteres Sdireiben an Törring vom 21. April, gleidifalls den böhmi-sdien Landtag betreffend, im Augsburger StA: Peutinger. Vgl. auch Nr. 182f.

3 Beruh. Adelmann erwähnt Peutingers bevorstehende Gesandtsdiafts-reise nach Böhmen in zwei Briefen an Pirckheimer: Henmann, DocumentaUteraria S. 155; Thurnhofer S. 142 unter a.