288 Nr. 182. 1517 April 24.
heut undertaniger monung geschriben, 1 hab ich nachmalen vondem erwirdigen und edlen herrn Bernhart Adelman von Adelmans-felden, domherren etc., meinem lieben herren, E. f. G. schreiben,des zugs halben in die cron gen Behem im getan, vernomen;und dweil darin E. f. G. zu wissen begeren, was man auf solchemtag handeln und ob der in wenig tagen sein entschaft nemensoll etc.: Hierauf E. f. G. undertaniglich tue anzaigen, das dishandlung den glauben nit beruren, sonder allein die irrungen,die herren und stedt zu Behem under inen selben haben, gmainenlandfriden aufzurichten, den span der herren, bierbrennen be-treffend und sonst etlicher ampter halben, und vill sonder spennehinzulegen, damit merklich Widerwillen und aufrur zu verhütten,wie ich die dan alhie vor kais. Mt. durch die von herren undadel trefflichen potschaften gehört, es were dan jetzo ain neue-rung furgefallen, die mir unbewußt ist. Hab auch befunden,dweil die Behem an inen selben beachtlich sein und gedachtbehemisch potschaften sich anheim berombt, kais. Mt. solle inenzugesagt, ainen fursten mitsambt anderen I. Mt. reten zuzuschicken,das auf nächsten gehalten tag I. Mt. schickens halben nachteilerwachsen seien, darumb die mit E. f. G. den furkomen wollen,si dermaßen angesehen haben. Dan kais. Mt. mitsambt dem kunigzu Polen des jungen kunigs von Hungern a vormunder und schuldigsein, durch ir geschickt potschaften und raet bemelt spenn, alsvill an inen ist, hinzulegen. Und aber die ungerischen und pol-nischen potschaften hievor tapfer erschinen, das kais. Mt. nottirfterfordert, sich auch dermaßen zu erzeigen etc.
182.An Jakob Villinger. 1517 April 24. (Augsburg.)
Die bevorstehende Gesandtschaftsreise zum böhmischen Land-tag, insbesondere die ihm vom Kaiser dafür bewilligte Reise-ausrüstung und die Unterhaltskosten.Augsburg, StA: Peulinger. Entw.
1 Nr. 180. Aus der Bezugnahme auf dieses Schreiben ergibt sidi das aufdem Entwurf nicht verzeidinete Datum des Briefes.
2 Maximilian hatte den damaligen Thronerben Ludwig von Ungarn undBöhmen am 20. Juli 1515, zwei Tage vor seiner Vermählung mit Mariav. Oesterreidi, zum Sohn angenommen und sidi nach dem Tode seines Vaters