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Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
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164
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164 Nr. 100. 1512 September 1.

der egenant von Landau auf den 25. tag augusti zu nacht zuLandshut zu sein verkondt hat, bin E. kais. G. ich zu under-tanigister gehorsam ganz willig erschinen und auf bemeltem 25. tagzu fünf hören nachmittag gen Landshut komen, dahin dan desselben tags ain stund vor mir der von Landau und Tirol mit-sambt der gemelten potschaft auch ankörnen waren.

Also auf den 26. tag augusti zu morgen haben auf E. kais.Mt. bevelh und instructionbrieve der gnant von Landau und ichuns beide mit ainander underredt und vergleicht, auch darauf vonstund an zu dem gnanten herzog Wilhalm gangen sein, demE. kais. Mt. egnanten bevelh uberantwurt und darnach inhalt dergemelten Instruction unser Werbung erzeldt, solch bevelh, Werbungund den ferrer gemeß zu handeln der gnant mein gn. herre gut-williglich angenomen. Und nachmalen S. f. G. den gnantenVenediger durch sein marschalk und ainen andern sein rat lassenhohen, der nachmalen zu seiner Zukunft in beiwesen ains andernVenedigers, meins enthalts gnant Laurencius Lauredanus, der, alsich achten mag, kaufmanshendl halben in Engeland zu ziehenwillens gewesen ist, und sein, des gnanten Capello sone von14 iaren, sein Werbung und handlung furgenomen und getan hatdermassen:

Erstlich ainen sondern credenzbrieve von der heischaft vonVenedig an den gnanten herzog Wilhalm lautend uberantwurt;nachvolgend in welscher spräche mit vill hipschen worten, alsdie leit konden, under andern erzeldt, wie das furstentumb Bayrenund sonderlich herzog Albrecht 1 gedachter herschaft in großerfreuntschaft alwegen genaigt gewesen were, si die Venediger daentgegen den selben sein voreitern auch alwegen freuntschaft undObservanz getragen; und dweil aber S. f. G. jetzo auch vom plutE. kais. Mt. verwandt 2 und bei inen als ain frommer und ge-rechter fürst berombt, so weren sie zu reverenz E. kais. G. S. f. G.noch vill mer erbutig, freuntlich und in allem guten zu wilfaren,

worden, seine Reise nidit fortzusetzen, sondern sidi nadi Landshut zu be-geben, um sidi dort vor Herzog Wilhelm IV. von Baiern als Vertreter Maxi-milians zu verantworten. Vgl. die Beridite Cape/los bei Sanuto, Diarii 14S. 632 und 15 S. 120 sowie den Eintrag Aventins in seinen Hauskalender,unten S. 166 Anm. 1.

1 Albredit IV. s Wilhelm IV. war des Kaisers Sdiweslersohn.