Druckschrift 
Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
Seite
XI
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Einleitung. XI

Für die Briefe Peutingers an Sebastian Brant sind wir

— von den beiden Originalen Nr. 17 und 47 abgesehen — auf diespäten, nicht fehlerfreien Abschriften Jakob Wenckers (gest. 1743)im Straßburger Stadtarchiv angewiesen.

Der briefliche Verkehr des Stadtschreibers mit Maximilianund den Beamten der kaiserlichen Kanzlei, namentlich mit demKanzler Cyprian von Semtein, ist weit überwiegend nur in deneigenhändigen Entwürfen, die der Peutinger-Selekt des Stadt-archivs Augsburg enthält, auf uns gekommen. Die Suche nachden Originalen dieser und weiterer hierher gehörigen Briefe, fürdie in erster Linie das Landesregierungsarchiv (frühere Statthalterei-archiv) in Innsbruck in Betracht kam, ergab nur sehr geringeAusbeute. Ich habe während eines längeren Aufenthaltes in derHauptstadt Tirols die dortigen „Maximilianea" Blatt für Blatt

— in dankenswerter Weise unterstützt von Herrn Dr. P. Stollen-mayer, der eine Biographie Sernteins vorbereitet — durch-gesehen, aber nur wenige Stücke von einiger Bedeutung er-mitteln können. Da ich, nach den einschlägigen Veröffentlichungenin verschiedenen Bänden des Jahrbuchs der kunsthistor. Samm-lungen des allerh. Kaiserhauses zu urteilen, in den sehr umfang-reichen Maximilianea des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivseher noch weniger für meine Zwecke in Betracht kommendenStoff erwarten durfte — eine Mitteilung der Direktion bestärktemich nur in dieser Auffassung —, habe ich von einem Besuchedieses Archivs absehen zu sollen geglaubt, da voraussichtlich derErtrag zu den hohen Kosten eines längeren Wiener Aufenthalteswährend der Kriegs- oder Nachkriegszeit in keinem Verhältnisgestanden hätte.

Der übrige deutsch geschriebene private Briefwechsel Peu-tingers ist ebenso wie seine Gesandtschaftsberichte an den Augs-burger Rat und seine brieflichen Gutachten und Ratschläge anauswärtige reichsstädtische Obrigkeiten großenteils in Ur- oderReinschriften, manches davon auch in den eigenhändigen Ent-würfen oder in gleichzeitigen Abschriften erhalten. Am ergiebig-sten erwies sich für diese Seite meiner Aufgabe naturgemäß derPeutingerbestand des Stadtarchivs Augsburg. Den Richtungenfolgend, in die die hier vorhandenen Konzepte wiesen, habe ichauch eine Reihe auswärtiger staatlicher und städtischer Archive