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Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
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Einleitung.

dem 30. November 1506; die Schreiben anderer an ihn hat eretwa seit 1518 im dritten Bande durch andere — unter Nach-tragung der noch vorhandenen aus früheren Jahren — fortlaufendabschreiben lassen.

Der Ottobeurer Benediktiner Nikolaus Ellenbog hat sichvon seinem gesamten, nahezu 900 Stücke zählenden Briefwechselaus den Jahren 1504—43 zum allergrößten Teile mit eigenerHand Abschriften angefertigt, die in neun Büchern von je 100— das 9. Buch bricht mit dem 91. Briefe ab — vereinigt sind.Die beiden ersten Bücher kamen Eilenbog im Bauernkriege,unter dem sein Kloster schwer zu leiden hatte, abhanden; sietauchten erst im 18. Jahrhundert im Besitze des MemmingerTheologen J.G. Schelhorn, der sie im 1738 erschienenen 2. Bandeseiner „Amoenitates historiae ecclesiasticae et literariae" erstmalsverwertet hat, wieder auf und bilden heute die Histor. Hs. 4°Nr. 99 der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart. Dieübrigen sieben Bücher der Sammlung blieben noch lange imKloster Ottobeuren, bis sie durch Stephan Baluze in die BibliothekColberts—hier lernte Mabillon sie kennen: s. seinlterGermanicum(Hamburg 1717) S. 48 — und schließlich mit dieser in die PariserNationalbibliothek gelangten, wo sie, in drei Bände vereinigt,die Signatur Cod. Lat. 8643 I—III tragen. Von den drei in denPariser Bänden II und III (148 und 197 Bl.) enthaltenen BriefenEllenbogs an Peutinger (Nr. 278, 300 und 301) hat mir HerrProf. Dr. Andreas Bigelmair in Dillingen, der im Verein mitDr. L. Zoepfl eine Ausgabe von Ellenbogs Briefwechsel für das„Corpus Catholicorum" vorbereitet, in liebenswürdigster Weisediplomatisch getreue Abschriften zur Verfügung gestellt, wofürihm hier herzlichst gedankt sei.

Die abschriftliche Sammlung der Briefe von und an MichaelHummelberg, ein Folioband von 183 Blättern, rührt nicht vondiesem selbst her, sondern ist erst nach seinem Tode (15. Mai 1527)auf Veranlassung seines Bruders, des Arztes Gabriel Hummelberg,angefertigt worden. Sie muß dann — wir wissen nicht, wannund wie — in Peutingers Besitz gekommen sein und hat seitdemdie Schicksale der Peutingerschen Bibliothek geteilt, so daß sieheute mit anderen aus dieser stammenden Handschriften alsCod. Lat. 4007 in der Münchener Staatsbibliothek steht.