VIII Einleitung.
und durch Auszüge in den Anmerkungen großenteils zugänglichgemacht hatte) sowie durch die mustergültige Veröffentlichung derBerichte Peutingers von den Reichstagen von Worms (1521) undNürnberg (1522) in den 1896—1905 erschienenen, von A.Wr ed e be-arbeiteten Bänden 2—4 der Deutschen Reichstagsakten unter Karl V.Einzelne Briefe oder kleinere Gruppen von solchen haben seit 1860erstmals abgedruckt: F. Kunstmann (Nr. 32), B. Greiff (Nr. 25und 27), L. Geiger (Nr. 301), F. v. Soden und J. K. F. Knaake(Nr. 186 und 282), W. Heyd (Nr. 33), H. Zimerman (Nr. 179),E. v. Oefele (Nr. 61, 114, 153, 193, 238, 264, 267 und 295),A.HorawitzundK.Hartfelder(Nr.293), F.Dörnhöffer(Nr. 19),J. Prinsen (Nr. 210), L. K. Enthoven (Nr. 220), M. v. Rauch(s. Nachträge), E. König (Nr. 263 und 292) und L. v. Wels er(Nr. 294).
Bei dem Wiederabdruck dieser schon veröffentlichten Briefebin ich — soweit nicht, wie z. B. für die Briefe an Aventin, eineganz zuverlässige kritische Ausgabe vorlag — grundsätzlich auf diehandschriftliche Vorlage zurückgegangen, wenn mir diese irgenderreichbar war. Das ergab namentlich bei den stellenweise lücken-und fehlerhaften älteren Drucken eine Reihe wesentlicher Text-verbesserungen.
Damit komme ich auf die handschriftlicheÜberlieferungdes Peutingerbriefwechseis überhaupt. Sie ist für die humanistischenBriefe im engeren Sinne, die sich ja schon äußerlich durch dielateinische Sprache unterscheiden, anders gestaltet als bei denübrigen. Von den humanistischen Schreiben, die die reichlicheHälfte der folgenden Sammlung darstellen, sind nur wenige ur-schriftlich erhalten; ich zähle ihrer 9 von (Nr. 1—3, 17, 47,196, 220, 279 und 296) und 7 an Peutinger (Nr. 92, 93, 110, 117,121, 201 und 297). Für alle übrigen sind wir auf Abschriftenangewiesen.
Peutinger selber hat für die abschriftliche Sammlung undErhaltung seiner Korrespondenz fast gar keine Vorsorge getroffen:er hat Abschriften der von ihm versandten oder empfangenenBriefe sich nur in einigen wenigen Fällen angefertigt oder an-fertigen lassen, nämlich, wie es scheint, immer nur dann, wenndie betreffenden Schreiben gesondert (wie z. B. der lange Briefan den Kardinal Carvajal: Nr. 54) oder als Beigaben zu einem für