ihres Vaters Hauses und sie zu Asche verbrennen. Ihr Blutsei auf ihr!“
Und mit langen Schritten ging er den Petzern voran, diefuchtelten und unterwegs Zulauf hatten von Fuchtelndenaus den Dörfern von allen Seiten, sodass es eine gierigeMenge war, die da vor’s Witwenhaus rückte in Juda’s Ge-folge, schmähend und pfeifend. Im Hause drinnen hörteman Thamars Eltern seufzen und heulen, von ihr selbstaber hörte man nichts.
Da wurden drei Männer verordnet, hineinzugehen undgestellig zu machen die Buhlerin. Mit verfestigten Schul-tern gingen sie, die Arme steif, das Kinn auf der Brust unddie Fäuste bereit, dass sie Thamar hinausführten und dieseerst Schande stehe und dann verbrannt würde. Über eineWeile aber kamen sie wieder heraus, ohne Thamar, mitSachen in ihren Händen. Der eine trug einen Ring zwi-schen zwei Fingern, indem er die anderen spreizte. DerZweite hielt einen Stab, in der Mitte gefasst, gerad’ vor sichhin. Der Dritte liess eine Purpurschnur baumeln von seinerHand. Die Dinge brachten sie vor Jehuda, der vorne stand,und sprachen:
„Das sollen wir dir sagen von Thamar, deiner Schnur:,Von dem Manne, des diese Pfänder sind, trag ich meinPfand. Kennst du sie wohl? Dann siehe: ich hin die Fraunicht, die sich vertilgen lässt samt ihrem Sohn vom ErbeGottes/“
Juda, der Löwe, besah die Dinge, indes ihn die Mengeumdrängte und ihm in’s Gesicht lugte, und da er zornbleichgewesen war all die Zeit, wurde er nun langsam so rot wie
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