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Ein Weib sass zu Jaakobs Füssen, des Geschichten-reichen, im Haine Mamre, der zu Hebron, der Hauptstadt,ist, oder nahebei, im Lande Kanaan. Oft sass sie an diesemPlatz, sei es im hährenen Haus, nahe dem Eingang, eben-dort, wo der Vater einst mit dem Liebling gesessen und die-ser ihm das Bunte Kleid abgeluchst hatte, sei es unter demUnterweisungsbaum oder am Rand des benachbarten Brun-nens, wo wir den schlauen Knaben zuerst unterm Mondetrafen und den Vater am Stabe besorgt nach ihm spähensahen. Wie sitzt nun das Weib mit ihm, da oder dort, dasGesicht zu ihm erhoben, und lauscht seinen Worten? Wokommt das Weib her, das junge und ernste, das man so oftzu seinen Füssen findet, und was für ein Weib ist das?
Ihr Name war Thamar.—Wir sehen uns um unter denGesichtern der Zuhörer und bemerken nur auf sehr weni-gen, auf ganz vereinzelten nur, die Erhellung des Wissens.Offenbar sind der grossen Mehrzahl derer, die sich einge-funden haben, die genauen Umstände dieser Geschichtezu erfahren, nicht einmal ihre Grundtatsachen bekanntoder erinnerlich. Wir sollten das tadeln,—wenn nicht dieöffentliche Unwissenheit dem Erzähler auch wieder rechtsein müsste und ihm zustatten käme, da sie die Wichtig-keit seines Geschäftes steigert. Ihr wisst also wirklich nichtmehr, habt es eures Wissens niemals gewusst, wer Thamar
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