Druckschrift 
Thamar
Entstehung
Seite
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Blut, bis unters Haar und bis in die Augen hinein. Und ver-stummte. Da fing ein Weib an zu lachen, und dann nocheins, und dann ein Mann, und dann viele Männer undWeiber, und endlich lachte schallend und unauslöschlichdie ganze Rotte, dass sie in die Hucke gingen vor Lachenund ihre Münder gen Himmel klafften, und riefen: „Juda,du bist’s! Juda hat aus seiner Schnur seine Schnurre ge-macht! Huhu, hoho und haha!“

Und Lea’s Vierter? Er sprach leise im Schwall: „Sie istgerechter denn ich!“ Und ging geneigt aus ihrer Mittedavon.

Als aber Thamars Stunde kam, ein Halbjahr später, ge-bar sie Zwillingsknaben, die wurden weidliche Männer.Zwei Söhne hatte sie vertilgt aus Israel, als sie hinabgestie-gen war in der Zeit, und lieferte zwei ungleich bessere da-für, da sie wieder hinaufstieg. Der Erstgekommene, Perez,zumal war ein überaus weidlicher Mann und zeugte inWelt und Geschichte hinaus, dass es eine Art hatte. Dennnoch im siebenten Gliede zeugte er Einen, der die Weid-lichkeit selber war, Boas genannt, den Mann einer Lieb-lichen. Die wuchsen sehr in Ephratha und wurden geprie-sen in Bethlehem, denn ihr Enkel war Isai, der Bethlehe-miter, ein Vater von sieben Söhnen und einem kleinsten,der die Schafe hütete, bräunlich, mit schönen Augen. Erkonnte es wohl auf dem Saitenspiel und mit der Schleuderund brachte den Riesen zu Fall, — da war er schon in derStille zum König gesalbt.

Das alles liegt weit dahinten in offener Zukunft und ge-hört der grossen Geschichte an, von der die Geschichte

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