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Thamar
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schmackten! Was wird sie sagen und wie sich gehaben?Einer, der nach mir kommt, mag es erproben. Ich gehevorüber.

Und er blieb stehen.

„Die Herrin zum Gruss!“ sagte er.

„Sie stärke dich!“ flüsterte sie.

Da hatte der Engel der Lüste ihn schon gepackt, und ihrFlüstern machte, dass er vor Neugier erschauerte nach demWeibe.

„Raunende Wegelagerin“, sagte er mit bebendem Mun-de, „auf wen wartest du?“

„Ich warte“, antwortete sie, „auf einen lustigen Lüst-ling, der die Geheimnisse der Göttin mit mir teilen will.“

„Da komm ich halbwegs recht“, sagte er, „denn einLüstling bin ich, wenn auch kein lustiger. Ich habe keineLust zur Lust, aber sie zu mir. In deinem Amt, denke ichmir, ist man auch nicht sehr lustig zur Lust, sondern mussfroh sein, wenn andere Lust haben.“

„Wir sind Spenderinnen“, antwortete sie. „Kommt aberder Rechte, wissen wir auch zu empfangen. Hast du Lustzu mir?“

Er rührte sie an.

„Was gibst du mir aber?“ hielt sie ihn auf.

Er lachte.

„Zum Zeichen“, sprach er, „dass ich ein Lüstling miteinem Anflug von Lustigkeit bin, will ich dir einen Ziegen-bock von der Herde geben, dass du mein gedenkest.“

„Aber du hast ihn nicht mit dir.“

„Ich will ihn dir schicken.“

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