vom Enkelgeschlecht, und den man ihr nicht überlassenwollte, dass er sie entweder auf die Bahn brächte oder stür-be. Denn ihr Funke durfte nicht ausgelöscht sein, noch littsie’s, dass man sie vertilge vom Erbe Gottes.
Für Juda, Jaakobs Sohn, spielte die Sache sich ab, wiefolgt. Nicht gar viele Tage nach dem Tag, da der Löwewieder die Löwin gemacht und sich vor sein Junges ge-stellt, kam das Jahr um zu dem Punkt, wo Schafschur warund das Fest der Woll-Ernte, das die Hirten und Hüter derGegend zu Trunk und Opferschmaus versammelte an wech-selndem Ort, und war diesmal ein Platz ausersehen in denBergen, Timnach genannt, dahin kamen die Hirten undHerren der Hürden von oben hinab und von unten hinauf,dass sie schüren und eine gute Zeit hätten. Juda aber ginghinauf zusammen mit Hirah von Odollam, seinem Freundeund Oberhirten, demselben, durch den er Schua’s Tochterkennen gelernt; denn sie wollten auch scheren und eine gu-te Zeit haben, wenigstens Hirah; denn Juda war nicht nachguter Zeit zu Mute, gar niemals. Er lebte in einer Hölle,zur Strafe für ehemals Mitbegangenes, und die Art, wieseine Söhne ums Leben gekommen waren, sah dieser Höllerecht ähnlich. Vergrämt war er um seine Erberwählung,und lieber hätte um seinetwillen das Jahr zu keinerlei Festumkommen sollen und zu keiner guten Zeit; denn ist manein Höllenknecht, so nimmt alle Festlichkeit doch nur dasWesen des Höllischen an und führt zu nichts, als dass manverunsäubert die Erberwählung. Aber was hilft’s? Nur weram Leibe krank, ist vom Leben entschuldigt. Ist man nurkrank im Gemüt, — das hat keine Gültigkeit, niemand ver-
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