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Thamar
Entstehung
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roth, dazu über ihrer Söhne Verderben und darüber, dasssie schuld daran sein sollte. Er hatte nur Shelah noch undwar weniger als je gesonnen, ihn auf die fährliche Reise zuschicken. Darum erwiderte er:

„Verschreibung? Meine Freundin, es hat nie eine statt-gefunden. Will ich damit sagen, dass ich nicht auch zu demblossen Wort meines Mundes stehe? Das will ich nicht.Aber ich hätte nicht gedacht, dass du darauf bestehen wür-dest, noch nach so langer Zeit, denn es war ein Wort derVertröstung. Willst du noch so eins, so gehe ich’s dir, aberes sollte nicht nötig sein, und du solltest dich selbst schongetröstet haben. Zwar ist Shelah älter geworden, aber nurwenig, und bist ihm nun weiter voran, als du warst, damein Wort dich vertröstete. Du könntest ja fast seine Mut-ter sein.“

„So, könnte ich das?“ fragte sie. „Du weisest mir meinenPlatz an, wie ich sehe.“

„Dein Platz“, sagte er, „ist meiner Meinung nach in dei-nes Vaters Haus, dass du darin als Witwe bleibest und alsein Weib, das Leid trägt um zween Männer.“

Sie neigte sich und ging. Nun aber kommt’s.

Diese Frau war nicht so leicht auszuschalten, noch vonder Bahn zu bringen — unsere Verblüffung wächst, je län-ger wir sie im Auge haben. Mit ihrer Stellung in der Zeitschaltete sie frei. Sie war hinabgestiegen in ihr zu den En-keln, die sie verwünschte, da sie denen im Wege waren,die sie hätte hervorbringen wollen, — nun beschloss sie,aufs neue die Generation zu wechseln und wieder hinauf-zusteigen, unter Umgehung des Einen, der noch übrig war

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