tung und Seitenheirat und der Betroffene noch weniger.Jehuda, vom Vater heraufgefordert von der Trift Odollam,lockte längere Zeit gegen den Ratschlag und bestritt, dasses ratsam sei, mit dem Zweiten zu wiederholen, was mit demErsten so unselig ausgegangen. Auch sei Onan erst zwan-zig und, wenn überhaupt für die Ehe geschaffen, so jeden-falls noch nicht für sie reif, noch zu ihr willens und auf-gelegt.
„Aber sie wird ihm den Schuh ausziehen und derglei-chen mehr, wenn er sich weigert, seines Bruders Haus zuerbauen, und er wird ,Barfüsser‘ heissen sein Leben lang!“
„Du tust, Israel“, sagte Juda, „als sei das nun einmal so,da du es doch seihst eben erst eingeführt hast, und ich weissauch, auf wessen Rat.“
„Aus der Magd spricht Gott“, erwiderte Jaakob. „Er hatsie zu mir geführt, dass ich sie mit ihm bekannt mache under aus ihr reden könne.“
Da lockte Juda nicht mehr und verordnete die Heirat.
Den Alkovenspäher zu machen, ist unter der Würde die-ses Erzählers. Barsch und bündig denn: Judas Zweiter, inseiner Art hübsch und nett, nämlich auf eine zweifelhafteArt, war, wiederum in seiner Art, ein Charakter, — will sa-gen: im Sinn einer wurzelhaften Widersetzlichkeit, die ei-nem Urteilsspruch über sich selbst und einer Verneinungdes Lebens in ihm selber gleichkam. Nicht gerade seinespersönlichen Lehens, denn er hatte viel Eigenliebe undschmückte und schminkte sich stutzerhaft; aber aller Fort-setzung des Lehens nach ihm und durch ihn, — zu diesersagte er innerlichst nein. Es heisst, er habe sich geärgert,