lieh als Eigenname so gut wie als Name des Platzes. Da-rum, wie Sichern, der Burgsohn, ebenso hiess, wie seineStadt, mochte auch Shiloh als Name dienen für einenMann und Menschensohn, Friedreich geheissen, den Trä-ger und Bringer des Friedens. In Jaakobs Gedanken war erder Mann der Gewärtigung, den Menschen verheissen infrühesten und immer erneuerten Angelobungen und Fin-gerzeigen, verheissen dem Schosse des Weibes, verheissenin Noahs Segen für Sem, verheissen dem Abraham, durchdessen Samen alle Geschlechter auf Erden sollten gesegnetsein: der Friedensfürst und der Gesalbte, der da herrschenwürde von Meer zu Meer und vom Fluss bis zum Ende derWelt, dem alle Könige sich beugen und alle Völker anhan-gen würden, der Held, der einst erweckt werden sollte auserwähltem Samen, und dem der Stuhl seines Königreichessollte bestätigt sein ewiglich.
Ihn, der da kommen würde, nannte er Shiloh, — undnun ist man dringend aufgefordert, sich’s vorzustellen undes sich einzubilden so gut man nur kann, wie Jaakob, derAus-und Eindrucksreiche, in diesen Lehrstunden, das An-fänglichste mit dem Zukünftigsten verbindend, von Shilohsprach. Es war bedeutend, es war gewaltig; Thamar, dasWeib, das ganz allein gewürdigt war, es zu hören, sass un-beweglich; man hätte nun auch bei genauestem Hinsehenkein leisestes Schaukeln ihrer Ohrringe mehr feststellenkönnen. Sie hörte die Welt, die im Frühen das Späte bargals Verheissung, eine ungeheure und vielverzweigte, ge-schichtenvolle Geschichte, durch welche der Purpurfadender Zugelobung und der Gewärtigung lief von einst zu
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