Druckschrift 
Thamar
Entstehung
Seite
25
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Dagegen vom grossen Leiter-Traum, den der Segensdiebträumte zu Lus, erfuhr seine Schülerin in aller Pracht undGrösse, mochte auch eine so herrliche Haupterhebung nichtganz erklärlich sein, ohne die tiefe Erniedrigung, die vor-ausgegangen. Den Erben hörte sie künden davon und sahihn an dabei, ganz Aug und Ohr, der den Segen Abrahamstrug und Macht hatte, ihn weiter zu spenden an Einen, derHerr sein sollte über seine Brüder und dem seiner MutterKinder würden müssen zu Füssen fallen. Und wieder ver-nahm sie das Wort: „Durch dich und deinen Samen sollengesegnet sein alle Geschlechter auf Erden.“Und rührte sichnicht.

Ja, wievieles vernahm sie in diesen Stunden, ausdrucksvollvorgetragen, — alle Geschichten! Die vierzehn Dienstjahredehnten sich ihr im Lande des Kotes und Goldes nebst ih-ren Über-Jahren, dass es auf fünfundzwanzig kam und sichdank der Falschen, der Rechten und ihren Mägden die Elfeversammelten, einschliesslich des Reizenden. Von ihrer al-ler Flucht hörte sie, von Labans Verfolgung und seinem Su-chen. Vom Ringkampfe mit dem Rindsäugigen bis zumMorgenrot, wovon Jaakob hinkte sein Leben lang wie einSchmied. Von Schekem und seinen Greueln, wo die wildenZwillinge den Mann erwürgt und den Ochsen verderbt hat-ten, und waren gewissermassen verflucht worden. Von Ra-hels Sterben, einen Feldweg nur von der Herberge, amTodessöhnchen. Von Rubens unverantwortlichem Dahin-schiessen, und wie auch er war verflucht worden, soweiteben Israel verflucht werden kann. Und dann die Ge-schichte Josephs, wie ihn der Vater zu sehr geliebt, aber, ein