Druckschrift 
Thamar
Entstehung
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Menschen machen!“—und ihr war, als sei er es selbst, der sgesagt hatte, und jedenfalls, als müsse Gott, von dem es im-mer und geradehin nur einfach „Gott“ hiess wie nirgendssonst in der Welt,—als müsse Er ganz ähnlich dabei aus-gesehen haben, wie Jaakob selbst, womit ja der Zusatz auchübereinstimmte: „Ein Bild, das uns gleich sei.“ Sie hörtevom Garten gegen Morgen und von den Bäumen darin,des Lebens und der Erkenntnis, von der Verführung undvon der ersten Eifersuchtsanwandlung Gottes: wie er er-schrak, der Mensch, der nun gar schon wisse, was Gut undBöse, möchte auch noch vom Baum des Lebens essen undvollends werden wie unsereiner. Da eilte sich unsereiner,vertrieb den Menschen und setzte den Cherub davor mithauendem Schwert. Dem Menschen aber gab er Mühe undTod, dass er zwar ein Bild sei, uns gleich, aber nicht allzugleich, sondern nur etwas gleicher, als Fische, Gevögel undVieh, jedoch mit der heimlich gesetzten Aufgabe, uns, un-serer Eifersucht entgegen, nach Möglichkeit immer gleicherzu werden.

So hörte sie’s. Sehr folgeklar war es nicht, vielmehr ge-heimnisvoll und dazu grossartig wie Jaakob selbst, der eskündete. Sie hörte von den feindlichen Brüdern und vomMord auf dem Felde. Von den Kindern Kains und ihrenGeschlechtern, wie sie sich in drei Arten teilten auf Er-den: Solche, die in Elütten wohnen und Vieh ziehen; Sol-che, die Erze schmieden und sich damit schienen, undSolche endlich, die bloss geigen und pfeifen. Das war einevorläufige Einteilung. Aber von Seth, zum Ersatz für Habelgeboren, kamen auch viele Geschlechter bis hin zu Noah,

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