sung, die in den dritten Teil zurückreicht, denn auch dasNarrengefecht dort hat verschiedenen Ausgang, da Lys ineiner Version nachträglich an seiner Wunde stirbt. Undwie sonderbar, sonst nie vorkommend, das spätere Ver-lassen der autobiographischen Form, der Übergang vomIch in die dritte Person! Glücklicherweise besuchte unseines Juni-Tages ein Züricher Freund, der junge Schrift-steller Richard Schweizer, der in Filmangelegenheiten andieser Küste zu tun hatte; bei ihm beschwerte ich michüber diese Unstimmigkeiten, zog ihn zur Verantwortungdafür, und einige Wochen später, als er sich nach Zürichzurückgeschwungen, empfing ich von ihm, in acht schöngedruckten Leinenbänden, die beiden von Jonas Fränkel«auf Grund des Nachlasses» herausgegebenen Fassungendes herrlichen Werks: die von 1926 und die von 1854,wie sie nun zu klarer Übersicht auf einem Bort meinesArbeitszimmers stehen. —
Eine erfreulich eindrucksvolle Nachricht kam ausDeutschland: Über Lotte in Weimar wurden an Ort undStelle, und zwar in den Gesellschaftsräumen des Goethe-Hauses selbst, unter russischer Protektion eine Reihe vonVorträgen gehalten, die, wenn ich recht berichtet war,großen Zulauf hatten. Das Vorkommnis berührte michtief. Es hatte übrigens ein komisches Gegenstück, vondem ich etwas später Kunde erhielt. Schon während desKrieges hatten einzelne Exemplare des Romans, aus derSchweiz eingeschmuggelt, in Deutschland kursiert, undHasser des Regimes hatten aus dem großen Monolog desSiebenten Kapitels, worin das Authentische und Beleg-bare sich ununterscheidbar mit dem Apokryphen, wennauch sprachlich und geistig durchaus Angepaßten mischt,
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