persönliche Rücksicht nahm, und mit dem Herausgeberund Vollstrecker nach Gutdünken umgehen mochten.Zeitweilig wenigstens war dies meine Anschauungswei-se. Übrigens aber hatte ich bei jener Bemerkung wohlschon diejenige Person meiner Umgebung im Auge,für die das väterliche Wort galt: «Mit mir nur rat’ ich,red’ ich zu dir», und deren Rat nur meine eigene Redesein würde.
Vorderhand war es gut, wieder vorwärtszukommen.Mitte Juni war noch nicht heran, als ich XXXV, dasSchicksal der armen Clarissa, frei nach dem Leben, einergeschwisterlichen Wirklichkeit, zu schreiben anfing, undzwölf Tage später war es geschlossen, so daß noch vorEnde des Monats das nächste begonnen werden konnte,das die deutsche Atmosphäre der zwanziger J ahre erinnert,die sich unsichtbar haltende Freundin, ein Beispiel tiefsterDiskretion, einführt und sich an der Beschreibung ihresRinggeschenkes vergnügt. Mein 71. Geburtstag war zwi-schenein gefallen. Die nützlich-notwendigste Gabe, dieer mir gebracht hatte, war ein hübscher Klappsessel, deruns nun bei Ausfahrten begleitete, um mir im Freien, anbevorzugten Punkten mit Meeresausblick, als Ruhesitzzu dienen. Es hatte mit dem Gehen noch seine Schwie-rigkeiten, und meine angeborene Unfähigkeit, über dengegenwärtigen Zustand hinauszudenken, spiegelte mirvor, daß ich nun bis ans Ende meiner Tage mit demKlappsessel würde auszuziehen haben, — der doch sehrbald wieder aus meinem Gebrauch verschwand. — In dervon Gide gegründeten Zeitschrift «L’ Arche», die ich re-gelmäßig empfing, las ich eine instruktive Studie über denSchönberg-Schüler Anton von Webern, die Offenheit des
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