ich mich binnen einer Woche ganz gut davon erholt ha-ben würde. Hier war Erholung nicht not, denn es gabkeine Strapaze. Ich erwachte, schon wieder in mein,emZimmer, davon, daß der gute Dr. Adams, der mich hin-aufbegleitet, mir mildtätig die Nase schneuzte. Denn dieEinführung des mit einem elektrischen Lämpchen ver-sehenen Apparats durch die Luftröhre in die Lunge (wo-bei eine Art von periskopischer Vorrichtung erlaubt, sichgenau über die Verhältnisse dort unten aufzuklären) be-wirkt natürlich eine schleimige, leicht blutige Reizungdes ganzen Atmungstraktes, und man braucht nach derRückkehr in sein Bett einige Papierservietten, was aberauch von Unannehmlichkeit alles ist. Ich war entzücktund sprach tagelang zur Erheiterung namentlich der jun-gen Mediziner, mit Bewunderung, Preis und Dank vonder magischen Spritze.
Das noch nicht lange gebräuchliche Mittel heißt, wennich nicht irre, Pentathol, aber nie erfuhr ich an Ort undStelle den Namen. Es gehört zu den wunderlichen Ge-setzen und Schweigegeboten dieser Stätten, daß man nieerfährt, worin die Anwendungen bestehen, die einem ge-boten werden, und sehr bald lernt man, neugierige Er-kundigungen danach als taktlos zu empfinden. Die Schwe-stern verweigern jede Auskunft über das Ergebnis derTemperaturmessungen. Nie würden sie verraten, worausdie weißen Plätzchen bestehen, die sie alle paar Stundenmit einem Glase Wasser servieren, noch würde ein ArztNamen und Natur eines verordneten Medikamentes ver-raten. Ich erinnere mich, wie ich mir während der Rekon-valeszenz mit gebackenem Fisch ein wenig den Magenverdorben hatte und noch spät abends den gerade dienst-
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