stundenlanger Arbeit, nach dem Diktat meiner Frau, vonjüngeren Herren zu Protokoll gebracht. Formell war derEntschluß zum operativen Eingriff noch nicht gefaßt,sondern abhängig vom Ergebnis der Bronchoskopie, dasaber so ziemlich feststand.
Die Prozedur bildete eines der markanten Vorkomm-nisse der nächsten zehn Tage, die mich mit meinem inge-niös konstruierten, am Kopf- und Fußende in beliebigeHöhe zu kurbelnden Hospitalbett und überhaupt mit derLebensform des Patienten vertraut machten, mit dem An-staltstage, der früh begann und früh endete. Auf einem«stretcher» ausgestreckt und in den Elevator geschoben,gelangte ich in untere Räumlichkeiten, wo eine größereAnzahl entweder direkt an dem Erkundungsakt beteilig-ter oder des Zuschauens wegen gekommener Hausver-wandten, darunter Freund Bloch, versammelt war. DieSchonung,mit der man vorging, war überraschend,höchstdankenswert und in ihren Mitteln zauberhaft. Eine an-ästhetisierende Pinselung des Rachens machte den An-fang. Dann, während mein Kopf im Schoß eines Assisten-ten lag (der ihn später wohl rasch emporzuheben hatte),bekam ich von einer weißbeschürzten Frauenspersonenergisch-tätigenTypseine Injektion in die linke Armbeu-ge, nebst dem Bedeuten, daß ich nun sehr bald schläfrigwerden würde. Schläfrig ? Ich hatte nach dem Empfangekaum noch zwei Worte gesprochen, als mein Bewußt-sein so sanft wie restlos entschwand und ich — wohlnur für kurze Frist, fünf oder sechs Minuten — tief unge-wahr jedes Dinges war, das mit mir geschah. Was ge-schah, muß wachen Geistes recht peinlich hinzunehmensein — der kalifornische Consiliarius hatte ja gesagt, daß
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