che zu Roosevelts Geburtstag zu diktieren, die Abfassungdes Berichts über meinen Bruder, eine mir liebe und doku-mentarisch wichtige Arbeit, fiel auch in diese Zeit. Anwohltuenden Eindrücken, die matte Stimmung zu heben,fehlte es nicht. — Das Buch der Käte Hamburger in Göte-borg, Schweden, über Joseph und seine Brüder erschien, dereindringliche Kommentar einer Philologin, bei dessenLektüre ich nun freilich eine Art von Neid empfand aufjene Zeit heiter mythologischen Spieles, für welches dasmakabre Werk der Gegenwart so wenig, so gar keinenRaum bot. Ich schalt es unepisch, unhumoristisch, uner-freulich, künstlerisch glücklos. Und doch drang ein erstesEcho davon, drangen Stimmen frühester Leser des Un-fertigen nun zu mir, tröstliche Stimmen und erschüttern-der in ihrer schriftlichen Befestigung, als aller mündlicherZuspruch, der mir wohl auch schon zuteil geworden. ErichKahler in Princeton hatte der Übersetzerin, Helen Lowe-Porter, das Maschinen-Manuskript, soviel sie davon hat-te, stückweise entführt, und er, von dem eines Tages diegroßartige Analyse des Buches, genannt Säkularisierungdes Teufels, kommen sollte, schrieb mir schon über dasFragment in Akzenten, die mich in natürlicher Propor-tion zu den Sorgen und Zweifeln beglückten, die das Lei-denswerk mir bereitete. Die getreue Dolmetscherin selbst,zurückhaltend sonst immer aus reiner Bescheidenheit mitÄußerungen über das ihr Aufgetragene, schrieb auch. «Istrongly feel», schrieb sie, «that in this book you will havegiven your utmost to the German people.»
Um was sonst wäre es uns jemals zu tun, als unserÄußerstes zu geben? Alle Kunst, die den Namen ver-dient, zeugt von diesem Willen zum Letzten, dieser Ent-
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