reres neu gewesen, und er ließ sich besonders aus überdie «Humanität», die aus dem Abschnitt über die dienen-den Frauen, die «Erfahrung», die aus Ines Roddes leiden-schaftlichen Eröffnungen gegen Serenus, den «Guten»,keine Emotionen Weckenden, spreche. Er war nicht sehreingenommen von dem Gedanken, der sich bei mir dochlängst unwiderruflich befestigt hatte, das Oratorium aufDürers apokalyptische Blätter zu gründen, und wir ka-men überein, daß der innere Raum des Werkes möglichstins allgemein Eschatologische erweitert werden, mög-lichst die ganze «apokalyptische Kultur» aufnehmen undals eine Art von Resume aller Verkündigungen desEndes dargestellt werden müsse. Mit dergleichen Absich-ten war ich ohnedies umgegangen, denn die Anleihen,die Johannes von Patmos bei anderen Visionären undEkstatikern gemacht, sind auffallend genug, und die Tat-sache, daß es in dieser Sphäre eine uralte Konvention undÜberlieferung gibt, die den Heimgesuchten fixe Gesichteund Erlebnisse zur Verfügung stellt; die psychologischeMerkwürdigkeit, daß, wie es im Texte heißt, «einer nach-fiebert, was andere vorgefiebert, und daß man unselb-ständig, anleiheweise und nach der Schablone verzücktist», schien mir höchst reizvoll und betonenswert, undich sagte mir auch, warum. Es stimmte auf eine gewisseArt mit meiner eigenen und, wie ich herausbekommenhatte, gar nicht nur individuellen, wachsenden Neigungüberein, alles Leben als Kulturprodukt und in Gestalt my-thischer Klischees zu sehen und das Zitat der «selbstän-digen» Erfindung vorzuziehen. Der Faustus zeigt davonso manche Spur.
Zu den musikalischen Weisungen und Anregungen für
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