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Die Entstehung des Doktor Faustus : Roman eines Romans
Entstehung
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behandelt worden. Ich hätte es anders gemacht!» — Wiewohl ? Gewiß hätte er uns ein Schloß, eine Million undjedem einen Brillantring angeboten, wenn wir dem Drit-ten Reich beitreten würden. Fahr hin, jovialer Mordwanst!Du hast es wenigstens genossen, während dein Herr undMeister nie nirgends gelebt hat als in der Hölle.

Fast gleichzeitig kam auch der eindrucksvolle Artikelmir zu, den Georg Lukasz zu meinem 70. Geburtstag inder «Internationalen Literatur» veröffentlicht hatte. DieserKommunist, dem das «bürgerliche Erbe» am Herzen liegt,und der imstande ist, über Raabe, Keller oder Fontanefesselnd und verständnisvoll zu schreiben, hatte schon inseiner Aufsatz-Serie über die deutsche Literatur im Zeit-alter des Imperialismus meiner mit Klugheit und in Ehrengedacht und dabei die dem Kritiker unentbehrliche Fähig-keit bewährt, zwischen Meinen und Sein (oder dem ausdem Sein geborenem Tun) zu unterscheiden und nur die-ses, nicht jenes, für bare Münze zu nehmen. Was ich mitvierzig Jahren meinte, hindert ihn nicht, mich aufs be-stimmteste mit meinem Bruder zusammenzustellen undzu sagen: «Denn Heinrich Manns Untertan und ThomasManns Todin Venedig kann man bereits als große Vorläuferjener Tendenz betrachten, die die Gefahr einer barbari-schen Unterwelt innerhalb der modernen deutschen Zivi-lisation, als ihr notwendiges Komplementärprodukt, si-gnalisiert haben. »Damit ist sogar auf die Beziehungen zwi-schen der venezianischen Novelle und dem Faustus schonim voraus hingewiesen. Und es ist darum so gut, weilder Begriff des«Signalisierens»in aller Literatur und Lite-ratur-Erkenntnis von erster Wichtigkeit ist. Der Dichter(und auch der Philosoph) als Melde-Instrument, Seismo-

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