immer heranzog, wenn ich zum Zweck ermutigendenSelbstbetruges das Sicherste des Buches, die Rosinen,also das präsentierte, was den Zuhörern meine Sorgenum das Ganze möglichst unverständlich machte.
Es war, wie notiert, am 20. Februar, daß ich, erleich-tert auf jedenFall,mitdem Gespräch zu Ende kam. Es um-faßte zweiundfünfzig Manuskript-Blätter. Erst jetzt warwirklich dieHälftedesBuches, auf die Seitenzahl genau, ge-schrieben, der rechte Augenblick für eineUnterbrechunggekommen, und gleich am folgendenTage begann ichmitder Ausarbeitung des ungefähr schon vorbereiteten Vor-trags für Washington: Germany and the Germans, die dienächsten vier Wochen in Anspruch nahmen. Um dieseZeit waren Verrottung und Auflösung des «Dritten Rei-ches» weit vorgeschritten. Memel war genommen, Posenund Breslau eingeschlossen. Flüchtlinge drangen nachBerlin und wurden weitergetrieben. Von keiner Zensuroffenbar mehr behindert, hatte die «Kölnische Zeitung»offen geschrieben, daß Panik das Reich von einem Endezum andern ergriffen habe. Die Kräfte des Volks, desHeeres und des Führers hätten sich in dem fünfjährigenKriege erschöpft. Die Russen, 30 Meilen von Berlin, wosie Infanterie und schweres Geschütz massierten, hatteneine neue Aufforderung zur Beseitigung des Regimes undzur Übergabe ergehen lassen, da sonst die nationale Kata-strophe unvermeidlich sei. Aber wer sollte beseitigen,wer übergeben? Die Nazis hatten vorgesorgt, daß derReichskörper nicht lebend gerettet werden, sondern nurstückweise abfallen konnte. Sie gedachten, hieß es nachAnfang Februar, nach dem Fall von Berlin eine Wider-standslinie Österreich-Bayerische Alpen mit Berchtes-
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