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Die Entstehung des Doktor Faustus : Roman eines Romans
Entstehung
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zu entledigen, war diesmal gelungen. Wir begruben sieam 20. Dezember auf dem Friedhof von Santa Monica,und eine zahlreiche Trauergesellschaft bot dem Verein-samten ihre ehrerbietige Sympathie. Er verbrachte denRest des Tages bei uns, und es versteht sich, daß der Ver-kehr mit ihm nach der Einbuße, die er erlitten, nur inni-ger wurde. Holten wir ihn mit einer gewissen Regel-mäßigkeit zu uns, so verbrachten wir manchen Abendauch in seiner im ferneren Beverly Hills gelegenen Woh-nung, der er treu geblieben war, und er las uns bei sol-chen Gelegenheiten wohl aus dem genialisch-phantasti-schen, überall und nirgends spielenden Roman Empfangbei der Welt, der damals unter den Händen des unermüd-lichen Arbeiters entstand, eine geisterhafte Maskerade,ein unlokalisiertes soziales Generationenspiel von größ-ter Originalität. Nicht lange mehr, so sollten in der Mos-kauer «Internationalen Literatur» große Teile aus seinemMemoirenwerk Eine Epoche wird besichtigt erscheinen.Ich habe meiner Bewunderung für dies einzigartigeBuch, seine stolze Bescheidenheit, seinem aus Simpli-zität und federndem Intellektualismus gemischten Zu-kunftsstil und auch für seinen hoch-naiven EigensinnAusdruck zu geben versucht in dem Aufsatz Berichtüber meinen Bruder, den ich zum 75. Geburtstag des gro-ßen Schriftstellers für ein deutsches Blatt in Mexikoschrieb. —

Lebensdinge . . . Zehn Tage nach der Bestattung gabes eine Taufe: Das zweite Söhnchen, Tonio, unseres jüng-sten Sohnes, das zweiteTöchterchen, Dominica, ElisabethBorgeses, unserer jüngsten Tochter, wurden in derUnitarian Church mit einem Minimum an religiöser

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