war wohl entscheidend. Ich wendete die Arbeitsstundendes nächsten Tages noch an die Skizzierung des Vortrags,entschied mich aber am übernächsten, ihn und die Reiseunbestimmt zu vertagen und dem Agenten wie auch MacLeish Absage-Telegramme, begründet mit mangelhafterGesundheit, zu schicken. «Schwerwiegender Entschluß,mit dem ich seit langem umgegangen, und der mir zwarErleichterung gewährt, dessen ich mich aber auch wieeines Hinter-die-Schule-Laufens schäme. Und doch, wärenicht vielmehr das Im-Stich-lassen des Romans derglei-chen gewesen? Gerade die Beunruhigung durch diesWerk, das so oder so zu Ende geführt werden muß,ist ein Grund mehr dafür, es nicht durch die lange Arbeitam Vortrag und die Reise hinauszuschieben. Während ichschreibe, gibt K. dieTelegramme auf. Empirin gegen dieSchmerzen ...»
So oderso. Esheißtnun wieder: «Beschäftigung mitdemFaustus. Vorbereitende Arbeit, Sprachliches und Gegen-ständliches für das Nächste . . . Abends wieder lange inNietzsches Briefen. Ergriffen von dem Verhältnis zu Roh-de, das unaufhaltsam doch auch immer mehr zum Unver-hältnis wird. Einseitigkeit und Hoffnungslosigkeit seinerBeziehung zu Burckhardt. Der Lichtblick Brandes. N.’setwas pennälerhafte Begeisterung über die Belehrung, daß‘Goethe’ der Ausgießende, Zeugende, der Hengst, derMann bedeutet! ...» Ich schrieb das schon in Palestrinaspielende Durchgangskapitel XXIV in vierzehn Tagenundlas zwischendurch eines Abends dem Ehepaar Adornound Freunden, die sie mitgebracht, den BriefwechselAdrian-Kretzschmar vor. Den Hegelianer Adorno sprachdas «Dialektische» in diesem Austausch an. Noch mehr