Das erschütternde Kriegsereignis der Versenkung derfranzösischen Flotte vor Toulon durch ihre Befehlshaberund Mannschaften fiel in unsere von Konzert- und The-aterbesuchen, Einladungen, Freundeszusammenkünftenbelebten Tage, in denen es immer auch allerlei zu impro-visierende Gelegenheitsarbeit gab. Die sonst recht stillenBlätter des noch aus der Schweiz stammenden Schreib-heftes führen nun viele Namen an — Walters und Wer-fels, Max Reinhardt, der Schauspieler Karlweis, MartinGumpert, der Verleger Landshoff, Fritz von Unruh undseine Frau figurieren da, die liebenswerte alte AnnetteKolb, Erich von Kahler, unsere britische Freundin ausPrinceton, Molly Shenstone, und amerikanische Kolle-gen der jüngeren Generation wie Glenway Westcott,Charles Neider, Christopher Lazare, dazu unsere Kinder.Wir verbrachten «Thanksgivings-Day» zusammen mitsüdamerikanischen Gästen im Landhause Alfred Knopfszu Whiteplane. In deutschsprachigem Kreise gab es Vor-lesungen aus entstehenden Büchern: Kahler teilte einigeshöchst Eindrucksvolle aus seiner Geistesgeschichte derMenschheit mit, die unter dem Titel Man the Measureerscheinen sollte; ich selbst ließ mich wieder einmal mitdem dankbaren Verkündigungskapitel aus Joseph, der Er-nährer, auch mit den Becher- und Erkennungsszenenvernehmen und fand die beifällige Ermutigung, die Lohnund Zweck solcher mündlichen Hergabe von einiger-maßen «sicheren» Stellen aus dem Werke ist, um das mansich müht. Was man an langen Vormittagen sorgsam ge-schmiedet, wird in rapider Lesestunde über die Hörer-schaft ausgegossen, die Illusion des Improvisierten, fertigHervorspringenden erhöht den Eindruck, und mit Hilfe
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