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Die Handschriften des Klosters Zwiefalten
Entstehung
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Alter Einband mit rotem Schnitt, ähnlich dem von 14, 22, 24, 25 und27: Holzdeckel mit weißem Schweinsleder 'überzogen, worauf durchBlindlinien mehrfache Rahmen und Mittelfeld, im mittleren RahmenBlindpressung des Palmettenfrieses, unmittelbar um das Mittelfeld dieWellenranke und im Mittelfeld 1 Ornament aus 4 Stücken zusammen-gesetzt, die in den Ecken einzeln wieder erscheinen; 2 Schließen ver-schwunden. Auf Rücken in roter Tinte aufgeschrieben: Excerpta exB. Wilhelmo Hirsaugiensi, im Einklang mit dem vorn über den Textgeschriebenen späteren Eintrag.. Hbro consuetudinum et ceremo-niarum quem edidit Wilheimus Hirsaugiensis.. descripta, was aberauf Wilhelms Constitutiones Hirsaugienses, auch über consuetudinumgenannt, nicht zutrifft.

108 = Bibl. 4° 40.

Psalterium cum Calendario. Lückenhaft.

102 Blatt ziemlich befriedigenden, samtartigen, aber die Spuren star-ker Benützung zeigenden Pergaments mit Schrift des 13. Jahrhundertsund reichem Schmuck; am Anfang der Psalmen der Dreiteilung sowieder Matutinpsalmen Initialen in Deckfarben auf Goldgrund, teilweisesehr groß, bei Psalm 1 und 51 Bildinitialen, außerdem am Anfang allerPsalmen kleinere Initialen in Gold oder Blau, umspielt von kalligraphi-schen blauen und roten Ranken, und weiterhin je vor den Psalmen 1,51 und 101 sowie im Kalendar Miniaturen, Maiestas Domini, Christo-phorus, Adam und Eva, Verkündigung, Kreuzigung, Christus in Vor-hölle, und Himmelfahrt, 7 Bilder in Deckfarben auf ornamentiertemGoldgrund.

Alter Einband: Holzdeckel mit Schweinsleder überzogen, woraufdurch Blindlinien mehrfacher Rahmen und streifengeteiltes Mittelfeld,in den Rahmen breitere und schmälere Rollenstempel von teilweise da-tierten Renaissanceleisten, Personifikationen von Tugenden und Köpfein Medaillons (darunter Luther und Huss), im Mittelfeld oben AGZZ(Abt Georg zu Zwiefalten [1578—1598]) und unten 1581; 2 Schließennoch in Teilen erhalten.

Das Kalendar der Handschrift könnte auf ein Frauenkloster weisen;später scheint nach den mit blauer Tinte eingetragenen Namen dieHandschrift einmal in einem Franziskanerkloster gewesen zu sein.Zwiefaltner Ursprung ausgeschlossen.

Siehe Kugler, Kleine Schriften.., 1, 1853, S. 62.

Janitschek, Geschichte der Deutschen Malerei, 1889, S. 167 Anm.

A. Haseloff, Eine thüringisch-sächsische Malcrschule (= Studien zurdeutschen Kunstgeschichte, 9) 1897, passim, (s. Reg.).

K. Löffler, Schwäbische Buchmalerei, S. 75 Anm. 1.

109 = Brev. 100, mit der alten Nummer.

Psalterium cum Calendario.

251 Blatt ziemlich guten, teils rauhen, teils geglätteten Pergamentsmit der großen runden Zwiefaltner Minuskel des 12. Jahrhunderts mitkleineren und größeren Initialen in braun-roter Federzeichnung, sowievorn einem wohl anderswoher eingefügten Blatt mit der braun-rotenFederzeichnung des Agnus, umgeben von den 144 Tausend im himm-lischen Jerusalem.

Alter Einband: Holzdeckel mit braunem Glanzleder überzogen, wor-auf die gleichen Rollen wie 108, mit Ausnahme der Porträtköpfe, undauch mit AGZZ/I581; 2 Schließen verschwunden.

Siehe K. Löffler, Romanische Zierbuchstaben, S. 29 und Tafel 36.