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Die Handschriften des Klosters Zwiefalten
Entstehung
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Alter Einband: Holzdeckel mit Schweinsleder überzogen, woraufdurch Biindlinien Rahmen, sowie in mehrere Streifen geteiltes Mittel-feld; im Rahmen und den Streifen Blindpressung des Rollenstempelsfür die Renaissanceleiste mit den Personificationen der Tugenden, wei-terhin außer dem Einzelstempel eines Rades (?), oben im MittelfeldNAZZ (Nicolaus, Abt zu Zwiefalten [1538/67]) und unten H L, dar-unter C H.

105 = Bibl. 4° 32.

Evangeliar (Einleitungsstücke: Plures, Ammonius, Novum, Scien-dum; Kapitulationen nach Corssens Schema; [Matthaeus fehlt], lila, lila,Illb; comes beginnt mit Weihnachtsvigil, zählt nach Theophanie 6, nachOstern 6, nach Peter und Paul 6, nach Laurentius 5 und nach Cyprian7 Sonntage.)

173 Blatt ungleich dicken, manchmal gelblich braunen Pergamentsmit kräftiger, gleichmäßiger Minuskel des 10. Jahrhunderts und mitInitialseiten und Evangelist.enbildern am Anfang der Evangelien, ent-standen nach Swarzenski in der Reichenau, was aber fraglich scheint.Wertvoller alter Kunsteinband: Holzdeckel mit schwarzem Lederüberzogen; vorn ein Metalldeckel aus vergoldetem Kupfer, der in demvon einem gotischen Rahmen umgebenen Mittelfeld den thronendenChristus, ein Buch auf dem linken Knie haltend, in romanischemStil zeigt, während die Evangelistensymbole, die in den 4 Eckstückendes Rahmens angebracht waren, sowie die gefaßten Edelsteine derRahmen, 2 Schließen und die Beschläge des hinteren Deckels ver-schwunden sind; unter der Figur und den Sybolen waren Reliquienverborgen, wie ein Verzeichnis davon angibt, das neben anderen In-venturangaben am Schluß der Handschrift steht; ursprünglich wohlgoldener, später darüber roter Schnitt.Siehe: Repertorium für Kunstwissenschaft, Jahrg. 26, 1903, S. 402

(Swarzenski); A. Boeckler, Das Stuttgarter Passionale, 1923, S. 21;

K. Löffler, Romanische Zierbuchstaben, S. 28 und Tafel 30.

106 = Breviaria 98.

Psalterium monasticum cum hymnario.

296 Blatt guten Pergaments mit der großen, runden Zwiefaltner Mi-nuskel für die liturgischen Bücher aus dem 12. Jahrhundert, teilweisemit Neumen, reich geschmückt mit Initialornamentik, teilweise in gan-zen Initialseiten, roten Federzeichnungen mit grünem und blauem Grund,Knollenranken mit Tierstücken, und mit 2 Bilderseiten, VerkündigungMariae und Kreuzigung.

Alter Einband: Holzdeckel mit braunem Glanzleder überzogen, wor-auf durch Blindlinien Rand und Rauten; Schließe sowie 5 Eck- bezw.Mittelbuckeln verschwunden.

Siehe R. Kahn im Städeljahrbuch, Bd. 1, 1921, S. 61.

K. Löffler, Romanische Zierbuchstaben, 1927, S. 28 und Taf. 52 u. 53.

K. Löffler, Schwäbische Buchmalerei, 1928, S. 31.

107 = Cod. theol. 4° 249.

Liber de modo recitandi et peragendi divinumoffinum. Vorangeht Kalendar, das deutlich auf Zwiefalten weist.

172 Blatt verhältnismäßig guten, ziemlich dünnen Pergaments inSchrift des 15. Jahrhunderts, teils Buchschrift, teils Kursive, miteiner Initiale am Anfang, Buchstabe in Blau, umgeben von roterFederzeichnung, ziemlich kunstvoll. Am Schluß: tiniliis est liber Istein vigilia saneti Bartholomei apostoli. Sub anno domini M CCCC XXVI"per me Gregorium de prawnaw, diocesis patauiensis.