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Die Handschriften des Klosters Zwiefalten
Entstehung
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110 = Brev. 125.

Psalterium cum Calendario.

180 Blatt ziemlich guten, samtartigen, aber die Spuren starker Be-nützung tragenden Pergaments mit Schrift des 13. Jahrhunderts undreichem Schmuck; die Psalmen der Dreiteilung und die Matutinpsalmendurch große, fast eine Seite füllende Initialen eingeleitet, Deckfarb-malerei auf Goldgrund, und alle Psalmen durch kleinere schwarz-geränderte Goldinitialen auf farbigem Grund; weiterhin 13 Seiten mitMiniaturen, Verkündigung, Geburt Christi, Verkündigung an die Hirten,Anbetung der 3 Könige, Darbringung Christi, Christus im Tempel (diesalles vor Psalm 1), Kindermord in Bethlehem, Flucht nach Ägypten,Taufe Christi, Judä Verrat, Christus vor Pilatus, Kreuzigung, SalvatorMundi, durchweg feine Deckfarbmalereien auf gemustertem Goldgrund,aber teilweise schlecht erhalten, und endlich im Kalendar die Bilderder Himmelszeichen. Einband fast ganz gleich dem von 108.

Entstehung wohl auch außerhalb Zwiefalten zu suchen, nach Ka-lendar am ehesten in Bayern.

Einband ganz gleich dem von 108. ■

Siehe Waagen, Kunstwerke und Künstler in Deutschland, Tbl. 2, 1845.S. 191 [ff. — A. Hoseloff, Eine thüringisch-sächsische Malerschule (= Stu-dien zur Deutschen Kunstgeschichte, 9), 1897, passim (s. Reg.). — K. Löff-ler, Schwäbische Buchmalerei, S. 75 Anm. 1.

111 = Cod. Brev. 101.

Commune sanctorum cum hymnis de tempore et sanctis.84 Blatt mäßigen, beschmutzten und schlecht erhaltenen Pergamentsmit kursiver Schrift des 15. Jahrhunderts.

Alter Einband: Holzdeckel mit stark schmutzig gewordenem Schaf-leder ohne Verzierung überzogen; von den zwei Schließen nur Resteund von 5 Eck- bezw. Mittelbuckeln nur einer erhalten.

112 = Cod. theol. 4° 227.

Hugo de S. Charo, Expositio missae (Speculum ecclesiae): E x-positio orationis dominicae; Signa praecedentia diem judicii; Depurificatione Mariae; De Maria Aegyptiaca; De Geor-g i o martyre; Interpretatio dominum Hebraeorum; De J u d a e oquodam:. Cantica Canticorum cum commentario; Expositiosuper Ecclesiasten: Expositio super Librum Sapientiae: Evan-gelium secundum Marcum et Lucam.

48 Blatt befriedigenden, nicht geglätteten Pergaments mit kleinerSchrift des 13./14. Jahrhunderts.

Alter Einband: ziemlich wurmstichige Holzdeckel mit Leder über-zogen, worauf durch Blindlinien Rand und Rauten, und darin Blind-pressungen des Einzelstempels einer vierblätterigen Blume und eineskleinen Ornaments; 2 Schließen zum größten Teil erhalten. Auf Hinter-deckel Titelstreifen.

113 = Brev. 109.

B e n e d i c t i o n a 1 e.

Handschrift verstümmelt. 70 Blatt ziemlich gewählten, aber die Spu-ren starker Benützung tragenden Pergaments mit der Zwiefaltner Mi-nuskel für liturgische Bücher aus dem 12. Jahrhundert, zum Teil mitNeunten versehen.

Alter Einband: Holzdeckel mit schmutzig gewordenem, unverziertemSchweinsleder überzogen: Schließe verschwunden. Auf Rücken inTinte die Zahl 43.