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Die Handschriften des Klosters Zwiefalten
Entstehung
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Vorwort.

Unter den Handschriftensammlungen aus schwäbischenKlöstern haben von jeher zwei die Gelehrtenwelt besondersbeschäftigt, die Handschriften von Weingarten und die vonZwiefalten. Beide Sammlungen blieben bis zur Zeit der Sä-kularisation ziemlich unversehrt in ihren Klöstern stehen,aber die Kunde von ihnen war nach und nach in die weitestenKreise gedrungen. Die Säkularisation hat die WeingartnerSammlung, die umfangreichere, in alle Winde zerstreut, wennauch ihr Grundstock dem Heimatland erhalten geblieben ist.Ihre Zusammenstellung ist 1912 der Öffentlichkeit in einemKatalog vorgeführt worden, aus dem zugleich zu ersehen ist,wo die einzelnen Handschriften heute zu finden sind- Auch dieZwiefaltner Handschriften sind schon in einem gedrucktenVerzeichnis der wissenschaftlichen Welt bekanntgegeben wor-den, im Jahrgang 1859 des Serapeums, wo der OldenburgerBibliothekar Merzdorf einen Auszug aus dem letzten Hand-schriftenkatalog, den ein Bibliothekar der BenediktinerabteiZwiefalten kurz vor ihrer Aufhebung angelegt hatte, veröffent-licht hat. Dieses Verzeichnis geht aber nicht von den Hand-schriften aus und gibt nicht an, wo das einzelne Stück heutesich befindet und wie seine jetzige Signatur heißt. Merzdorfkonnte dies nicht geben, da er die einzelnen Handschriftenselbst nicht kannte. Aber seltsam ist, daß die Bibliothek, diejene Handschriften zum größten Teil in corpore besaß, sichnicht weiter um jenen alten Katalog bemüht hat, der sich vonden Beständen verloren hatte. Erst 1920 gelang es, ihn wiederausfindig zu machen und für die Heimat zurückzugewinnen.Nun konnte man jenen Angaben des Verzeichnisses von neuemFleisch und Blut verschaffen und es war möglich, von der alt-berühmten Zwiefaltner Handschriftensammlung wieder einanschauliches Bild zu zeichnen. Bis auf einen verhältnismäßigkleinen Teil sind sämtliche Stücke der Sammlung in der Würt-tembergischen Landesbibliothek aufbewahrt und viele davonhaben die alte Zwiefaltner Nummer erhalten, während sie beiden andern fast ausnahmslos mit aller Sicherheit festgestelltwerden kann. Die frühere Unklarheit darüber, wo die ein-zelne Handschrift sich befand und was ihre heutige Signaturwar, hat zu allerlei Verwechslungen geführt und hat damitmanche Mißstände mit sich gebracht; noch in der letzten,sonst so gründlichen und wertvollen Arbeit über das Kloster

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