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Alter, sehr wertvoller Einband: Holzdcckel mit Seide überzogen.
auf der vorne die Maiestas Christi mit den Evangelistensymbolen,
hinten Christus mit den Jüngern bei der Bergpredigt durch Stickerei
dargestellt ist, und auf Rücken Plenarium eingestickt ist; bemalter
Schnitt. 2 Schließen verschwunden. Kloster Alspach war Hirsauer
Gründung, die nachher wieder aufgegeben wurde, was die spätere
Wanderung de-r Handschrift nach Hirsau erklärt; von Hirsau kam sie in
die Tochtergründung Zwiefalten.
Die Handschrift ist in der Literatur oft genannt: vergl. die letzte
Behandlung durch K. Stenzel in der Zeitschrift für die Geschichte des
Oberrheins, N. F., Band 39, 1926, S. 25 ff, wo auch die frühere Literatur
angegeben ist.
10b 1 ) = Bibl. fol. 65, mit alter Signatur.
Evangelium Marci cum glossa interlineari et marginali.
47 Blatt ähnlichen Pergaments wie 6 ff, auch ähnlicher Schrift.
Alter Einband: Holzdeckel mit rotgefärbteni, zum großen Teil ab-gerissenem Schafleder überzogen; 2 Schließen nur in Resten erhalten.Auf Hinterdeckel Titelstreifen. Als Spiegel Pergamentblätter mit litur-gischem Text in Schrift des 9. Jahrhunderts verwendet.
11 = Bibl. fol. 81.
Evangelium Matthaei cum glossa marginali et interlineari — zwei-mal —; auf den Schlußblättern angefügt Erklärung des Pater nosterund Dekalogs. Am Schluß eine Linie = 1/12 der Körperlänge Christinach dem Maß des goldenen Kreuzes in Konstantinopel.
80 Blatt zum Teil sehr guten Pergaments. Schrift der 1. Ausführungdürfte dem 12. Jahrhundert zuzuweisen sein, die der 2., Blatt 39 be-ginnenden ist älter. In beiden ist am Anfang für Initialen Raum ge-lassen.
Alter Einband: Holzdeckel mit rotem Schafleder überzogen, woraufdurch Blindlinien Rahmen und Rauten; 2 einfache Schließen (Leder-riemen).
12 =
ist wohl der 2. Teil von Bibl. fol. 81; Haas gibt für 12 ebenfallsEvang. Matthaei cum glossa an, und in Bibl. fol. 81 ist auch die bei 12angegebene Anfügung von Pater noster und Dekalog, von der Haas bei11 nichts sagt, während die Nummer 11 andererseits bei Bibl. fol. 81 urtferdem neueren Schild noch zu sehen ist. Nicht recht erklärlich ist dann nurdie ausdrückliche Angabe, daß in 11 der gleiche Text zweimal vorhandenist, was für Bibl. 81 allerdings stimmt.
13 = Bibl. fol. 78.
Numeri cum glossa marginali et interlineari.
147 Blatt zum Teil sehr guten Pergaments mit Minuskel des 12. Jahr-hunderts: keine eigentlichen Initialen, nur größere, mit bescheideneuZierlinien versehene Anfangsbuchstaben.
Alter Einband: Holzdeckel mit unverziertem Leder überzogen;2 Schließen bis auf Reste verschwunden. Auf Hinterdeckel Titel-streifen. Die alten Fragmente in den Einbanddeckeln, von denen Haasspricht, sind verschwunden.
14 = Bibl. fol. 77.
Exodus cum glossa marginali et interlineari.
149 Blatt meist guten Pergaments abgesehen von gelegentlichenLöchern, mit kräftiger Minuskel des 12./13. Jahrhunderts; am Anfang
') War von Haas zuerst übersehen worden.