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eine gefällige Initiale im Federzeichnungstil, aber mit Beiziehung vonDeckfarben.
Neuband des 16./17. Jahrhunderts: Holzdeckel mit weißem Schweins-leder überzogen, auf dem durch Blindlinien Rahmen und Mittelfeldund darin Blindpressungen von Rollenstcmpcln (Pflanzenleiste undPalmettenfries); 2 Schließen verschwunden. Auf dem 1. Pergament-blatt unten numerus 23, wohl alte Signatur.
15 = Bibl. 4° 37.
Evangelium Matthaei cum glossa marginali et interlineari; auf derersten Seite oben einige Zeilen über Zeitrechnung, wonach bis ChristiGeburt 5199 Jahre verflossen waren. Zur Kennzeichnung der Glossensei darauf hingewiesen, daß Osanna mit der hlg. Anna in Beziehunggebracht wird.
91 Blatt meist guten Pergaments mit sorgfältiger Minuskel des12. Jahrhunderts; am Anfang für Initiale Raum freigelassen.
Alter Einband: wurmstichige Holzdeckel mit rotgefärbtem, teil-weise beschädigtem Schafleder überzogen, worauf durch BlindlinienRahmen und Rauten; 2 Schließen fehlen. Auf Hinterdeckel war obenTitel angeschrieben, jetzt nicht mehr lesbar.
16 = Bibl. 4° 38.
Apocalypis cum glossa marginali et interlineari.
54 teilweise stark beschädigte Pergamentblätter mit Minuskel des12./13. Jahrhunderts; am Anfang für Initiale Raum gelassen.
Alter, ziemlich beschädigter Einband: Lederdeckel von anderemLeder überzogen, das besonders auf dem Hinterdeckel große Löcherhat; zur Füllung der Deckel sind vorn Pergamentblätter verwendet,von denen eines einen ziemlich verwischten liturgischen Text voneiner Hand des 11. Jahrhunderts mit Neumen trägt. Auf dem Vorder-deckel Titelschildchen.
17 = Bibl. 4° 39.
Quatuor evangelia, ohne die üblichen Beigaben, Einleitungen, Capi-tulationen usw. Am Schluß urkundlicher Eintrag über eine Schenkungder Liutgard von Beuren und ihres Oheims, des Priesters Eberhard,an das Kloster um das Jahr 1130.
107 Blatt etwas spröden, nicht ganz gleichmäßigen Pergaments, dasoft ziemlich braun bezw. gelb geworden, mit kleiner etwas spitzerMinuskel des 11./12. Jahrhunderts, von einem Gepräge, das von dersonstigen Schrift der Zwiefaltner Handschriften abweicht. Am Anfangder Evangelien Initialen, beim ersten eine ganze Initialseite, auch inetwas anderer Art als sonst In Zwiefalten. Außerdem am Anfang einesjeden Evangeliums eine Bildseite mit dem Evangelisten.
Alter Einband: ziemlich wurmstichige Holzdeckel mit braunem, et-was abgeriebenem Glanzrindsleder überzogen, worauf durch Blind-linien Rahmen, Diagonalen und Raute: Schließe und 5 Buckeln fehlen.Auf Hinterdeckel verkehrt Titelstreifen.
Siehe K. Löffler, Schwäbische Buchmalerei, 1928, S. 10 ff, wo dreiEvangelistenbilder, und zwar zwei in Farben, abgebildet sind.
18 = Bibl. 4° 34.
Ecclesiastes et Cantica canticorum cum glossa marginali et inter-lineari.
84 Blatt ziemlich guten Pergaments mit Minuskel des 12. Jahrhun-derts; am Anfang eine rote Initiale von Pflanzehranken in Federzeich-nung umspielt.