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Die Handschriften des Klosters Zwiefalten
Entstehung
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7 = Bibl. fol. 66.

Evangelium Lucae cum glossa marginal! et interllneari.

73 Blatt ähnlichen Pergaments wie die letzte Handschrift mit etwasspäter scheinender Schrift, etwa saec. XII./XIII; am Anfang zwei schoneInitialen in Federzeichnung von Hirsau-Zwiefaltner Stil, die man an sichgern in frühere Zeit setzen würde, als die Schrift erlaubt.

Auf der Rückseite des Vorblattes versus de benefieiis Dei et Sal-vatoris, auf dem Schlußblatt ex concilio laodicensi de scriptum cano-nica, fortgesetzt durch die Regulae de paupertate monastica und zwardiese von einer Hand des 14. Jahrhunderts, während die beiden andernStücke nicht viel später als der Haupttext geschrieben sind.

Statt eines festen Einbanddeckels nur ein zum großen Teil abge-rissenes Lederstück als Umschlag, auf dem vorn ein Pergamentstrei-fen mit Titel. Auf der sonst leeren Vorderseite des Vorderblattes dieZahl 97, wohl eine alte Signatur.

8 = Bibl. fol. 68, mit alter Nummer.

Evangelium Lucae cum glossa marginali et interlinear!.

96 Blatt ähnlichen Pergaments wie die vorangehenden Handschriften,wieder mit sorgfältiger Minuskel des 12. Jahrhunderts, von etwasälterem Gepräge als die in den vorigen: am Anfang ist für eine Ini-tiale Raum gelassen.

Alter Einband: Holzdeckel mit rotgefärbtem Schafleder überzogen,worauf durch Blindlinien Rahmen und Rauten: 2 einfache Schließenerhalten. Auf den Deckeln Titelstreifen, der des Vorderdeckels ausspäterer Zeit.

9 = Bibl. fol. 76.

Evangelium Lucae cum glossa marginali et interlineari.105 Blatt etwas weniger guten, gelblichen Pergaments mit etwagleichaltriger, aber dickerer Schriit wie die letzten Handschriften; amAnfang wieder zwei schöne Initialen in rot-schwarzer Federzeichnunggleichen Stils, aber anderer Art als die vorangehenden. Außerdemoben auf der für die Randglossen gelassenen Spalte das Lukas-Symbolin rot-schwarzer Federzeichnung.Alter Einband: Holzdeckel mit Schafleder überzogen, worauf durch. Blindlinien Rahmen und Rauten mit Blindpressungen eines Rades;Schließe zum Teil erhalten. Auf Hinterdeckel Pergamentstreifen mitTitel, auf Vorderdeckel Titel in späterer Zeit aufgeschrieben. AlsSchlußschutzblatt ist ein Beglaubigungsbrief aus Pergament benutzt,den Abt Conrad zwei Brüdern 1386 nach Rom mitgegeben hatte.

10a 1 ) = Bibl. fol. 71, mit alter Signatur.

Quattuor evangelia. Vor den Evangelien, auf dem 2. Blatt der Hand-schrift Eintrag von drei Schenkungen für Kloster Alspach (im Elsaß)in Urkundenschrift des 12. Jahrhunderts: nach den Evangelien einReliquienverzeichnis (des Klosters Alspach, irrtümlich von einer spä-teren Hand als Reliquienverzeichnis von Hirsau bezeichnet) und ver-schiedene Urkunden, das Kloster Alspach betreffend, sowie andereEinträge, die z. T. Hirsau angehen, alles von verschiedenen Händendes 12. bis 14. Jahrhunderts.

121 Blatt guten, nicht recht geglätteten Pergaments in sorgfältiger"Minuskel des 12. Jahrhunderts: mit großen Initialen in roter Feder-zeichnung in etwas älterem Stil als Hirsau und mit 14 Kanontafelnund 4 ganzseitigen Evangelistenbildern, die keine Beziehung zurHirsau-Zwiefaltener Buchmalerei zeigen.

') s. Anm. zu 10 b.