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Die Grisardis des Erhart Grosz : nach der Breslauer Handschrift
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wesen sein. Da für ihn die eigentliche Grisardis-erzählung ausschaltet, er der ersten Partie allein umder Beispiele willen sein Interesse schenkte, mag esdahingestellt bleiben, ob in X die erwähnten beidenAbschnitte absichtlich oder nur zufällig ausgefallensind. Während die Grisardisnovelle im engeren Sinneeine sich abgeschlossene Erzählung ist, mußte der Ver-fasser für die Vorgeschichte, für den sich zwischen demMarkgrafen und seinen Rat Marcus abspielenden Dialogans zu diesem Zwecke besonders ausgewählten Excerptenschöpfen. Waren diese etwa ursprünglich selbständigzu Papier gebracht zum Zweck späterer Verwendung?Auf jeden Fall darf die zweifache Aufgabe, die Ehe-frage prinzipiell zu behandeln und sie dann an einemNovellenstoff zu veranschaulichen, so unkünstlerischauch die Verquickung vollzogen wurde, bei Groß nichtübersehen werden.

Erhart Groß entnahm seine Exempla der Schrift desHieronyuius contra Jovinianum, Albrecht v. Eyb aberhat, wie dies Herrmann in seiner Monographie S. 307 ff.nachwies, bei seiner Auswahl passender Stellen alleinden Grisardistext zugrunde gelegt und weiter ausgestaltet,ohne auf Ilieronymus zurückzugehen. Er hat die Schriftdes Hieronymus nicht gekannt. Da, wo sich vereinzeltsachliche Abweichungen finden, erklären sich diese alsHieronymus-Varianten in der Kompilation des GualterusBurlaeus: Liber de Vita et Moribus Philosophorum(hg. von H. Knust, Tübingen 1886, Stuttg. Litt. VereinNr. 177), den A. v. Eyb auch für seine Margarita poeticaherangezogen hat.