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Die Grisardis des Erhart Grosz : nach der Breslauer Handschrift
Entstehung
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eher der Vermutung Raum geben, Groß habe selbstseine Arbeit später nochmals durchgesehen, indem erden Text, bei dem er ursprünglich sich allzu streng anseine Vorlage, den lateinischen Grisardistext, gebundenhaben mochte — die gelegentlich ungewandte Ans-drucksweise (vgl. 8, 23. 12, 291 25, 21 ff. 42,17) würdesich daraus gut erklären —, hernach freier und selb-ständiger ausgestaltet. Diese zweite Redaktion würdesomit in X vorliegen.

Daß unter den Zusätzen und Kürzungen sowie beiden Varianten von X immerhin einiges auf Rechnungdes Schreibers kommen wird, ist trotz den übrigen Er-örterungen sicher zuzugeben: so ist z. B. Br 40,1 undsie wolde bis Z. 3 (hu in X gewiß nur durch Homöoteleu-ton ausgefallen.

Die zweite Redaktion der Grisardis hätte also, soweitwir ZU urteilen imstande sind, allein sich einer wennauch beschränkten Verbreitung zu erfreuen gehabt,während die erste, uns in einer wenn nicht von Großselbst geschriebenen, so docli unter seinen Augen ab-gefaßten Handschrift (Br) vorliegt und als Vorstudieanzusehen wäre, als erster Entwurf auf Grund der leiderverlorenen lat. von Groß verfaßten Bearbeitung.

Die Redaktion X, zu der ABCDE gehören, ist ambesten durch B vertreten, wie das Variantenverzeichnismeiner Ausgabe im 29. Bande der Zeitschrift für deutschesAltertum leicht erkennen läßt. A, von dem ich s. Z.leider ausging, steht B bei weitem nach, zeigt viel Irriges,hat auch Auslassungen, die sich des öfteren als durchHomöoteleuton entstanden ergeben. Darin, aber auchsonst, berührt sich C nicht selten mit A, ohne daß ichdeshalb eine engere Verwandtschaft annehmen möchte.Immerhin bleiben solche mehrere Worte umfassendeAusfälle in AO auffallend. DE gehen oft zusammenim Einklang mit B. Andererseits gehen aber D wie Eauch eigene Wege, ohne daß es lohnte, diese Spuren imeinzelnen zu verfolgen. Meine Lesartenauswahl zeigtdas zur Genüge. Beide Schreiber haben flüchtig ge-schrieben, manchmal ohne Verständnis. Oft sind Worte,