Druckschrift 
Die Grisardis des Erhart Grosz : nach der Breslauer Handschrift
Entstehung
Seite
XXXI
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XXXI

schrieben und Groß' Grisardis Bl. 243*—265'', auch zwei-spaltig geschrieben. Alles von einer Hand des 15. Jahrb.;gut erhaltener Einband: Holzdeckel mit zwei Messing-schließen und je fünf Metallknöpfen zur Schonung deroberen und unteren Außenseite. Über die Herkunftverlautet nichts, und die Ausführungen M. Herrmanns inseinem Albrecht von Eyb S. 222. 312 müssen auf einerVerwechslung beruhen; daß ein Eigentumsvermerk ausder Handschrift herausgekommen sein sollte, ist nichtanzunehmen. Nach so langer Zeit läßt sich, nach ein-geholter Äußerung von Prof. Herrmann, der Fall nichtmehr aufklären; auch v. Heinemann sagt in seinemVerzeichnis nichts über die Herkunft der Handschrift.

Als Probe der Orthographie gebe ich den Anfangder Grisardis. Die Sprache ist bayerisch.

Überschrift in rubro: Gar ein schöne vnd lustigehystorija zu hörenn von einem Tugenthaftigcn weysen vndmechtigenn furstenn vnd herren Marggrauen vnd voneiner diemutigen gotforchtigen Junclifrawcn mit demNamen gehaissenn Grisardis etc.

•\ lies das mann Schreibt got zulob vnd zu eren vndA-\ zupesserung den menschen wann des menschenfürsatz gut ist und wirt gefürt durch uil mitteilin ein gutz ende So ist es fruchtber vor got dem herrenDorumb als ich geacht hab in dieser zeit kristenlewt syttenvnd besunder der, Die in der Ee siezen vnd haben nichtden glauben noch der man dem weib vnd das weib dem manSo han ich von den gnaden gottes willen ein Hystorij zu-schreiben vnd fürczulegen den Eeleicten vnd allen menschenzu pesserung als ich sie dann gehört han vnd ich getrawgot, Wer die Historij liset Bas sie in raiß zupesserungseins lebens, ivann er hört die fursichtikait des mannesvon dem die rede ist und der demütigen Junckfratvenvnd fraiven wunderliche Stetigkait gehorsam vnd stcrek.

E München Cgm. 6020, 4. 358 Bll. 15. Jahrh.Regensburger Auslieferung vom J. 1876' Nr. 205. Leder-band mit Schließvorrichtung, doch fehlt das schließendeBand. Das erste Blatt der ersten Lage, ursprünglich