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4,2 (1923) Dicotyledones : (II. Teil)
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kahl. Kronblätter länglich=eiförmig, ± 7 bis 12 (15) mm lang, rein oder grünlich weiss. Fruchtkugelig bis länglich»eiförmig=keulig, ± 2 bis 4 (8) cm lang, mit oder ohne Längsfurdie, schwarz»blau und hellblau bereift, bei Kulturformen auch violett, rotviolett, hellgrün oder hellgelb;Fleisch meist gelblichgrün, sehr saftig, zuckerreich, vom Stein sich leicht loslösend (Fig. 1256f)oder am Steine festhaftend (Fig. 1276 b, c). Steinkerne zusammengedrückt, rundlidi=eiförmig biselliptisch und ± abgeflacht, an beiden Enden ± spitz (Fig. 1276dundf), an der einen Naht± kantig, an der anderen kantig und gefurdit, schwach grubig=runzelig; Same meist bitterschmeckend. IV, V.

In zahlreichen Formen sehr häufig kultiviert, meist als kleiner Hochstamm; einzelne Formen(namentlich subsp. insititia var. Juliana) oft auch verwildert und besonders in den Weinbau»gebieten (am Jurafuss etwa bis zu750 m), aber vereinzelt selbst imnorddeutschen Flachland in Hecken,

Waldrandgebüschen usw. ± voll»ständig eingebürgert, kultiviert in denZentralalpen fast so hoch wie die Kir=sehen, so unter Chandolin im Eifisch»tal (Wallis) bis 1650 m, einjährigePflanzen ruderal noch im Oberenga»din bei Pontresina (1810 m) und beiPiancanino (Militärhütte) am Forno»gletscher (Sämlinge bei 1980 m).

Allgemeine Verbrei»tung: Einheimisch wohl nur imOrient von Mittelasien bis zumSchwarzen Meer und bis Syrien,vielleicht auch im grössten Teil desMittelmeergebietes und vereinzelt inMitteleuropa (wahrscheinlich aberdaselbst nur verwildert), die var.

Juliana nördlich bis Dänemark undSüdskandinavien (verwildert an derWestküste bis Moide [62° 40'], kulti=vierte Pflaumen bis 64° 2' nördl.

Breite); kultiviert und verwildert auchin Nordamerika.

Die Systematik der Pflaumen ruhtauf sehr unsicherer Basis. Die meistenAutoren verteilen sie auf die beiden ArtenP. insititia L. und P. domestica L., vondenen aber die erstere, namentlich auchin ihren mutmasslichen Wildformen, sehr schwer abzugrenzen ist, nicht nur gegen P. domestica und die davondurch De Candolle abgetrennte P. pyramidalis, sondern auch gegen P. spinosa(vgl. deren var. macrocarpa) undP. cerasifera. Da eine sichere Ausscheidung der zahlreichen hybriden Formen, von denen Borkhausenund Bechstein mehrere als Arten unterschieden haben, z. Z. unmöglich ist, scheint es angebracht, nach demVorgang von Hudson, Poiret, Rouy und Cam us, Fi o r i und P a o 1 e 11 i, C. K. Sch n eid er u. a. allePflaumen zu einer Sammelart zu vereinigen. Plinius kannte eineingens türba prunörum": hordeäria, asinia,nigra, versicolöra, cerina, cdndida u.a., auch die schon früher von Columella unterschiedenen cerdola undDamasc^na. Im 17. Jahrhundert wurden in Frankreich über 180 Sorten kultiviert, welche Zahl durch die seit;

Fig. 1275. Prunus domestica L. subsp. oeconomica (Borkh.) C. K. Schnei-der. a und c Zweige mit Fruchtknospeu. b Zweig mit Laubknospen, d Laub-und e Fruchtknospe vergrössert. / Knospenschuppe, g Zimmersche Friih-zwetschge. k Königin Viktoria. subsp. insititia (L.) Poiret. h Mirabellevon Nancy. subsp. Italica (Borkh.). i Grosse und l Kleine grüne Reine-claude ( g bis / nach G. Vielweber und W. Müller).