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4,2 (1923) Dicotyledones : (II. Teil)
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Fichtelgebirge bei Berneck, Oelsnitz und am Rimlas auf Diabasfelsen, ferner zwischen Burgkundstadt und Theisauund bei Bayreuth (ob noch?) angepflanzt und eingebürgert (hier stellenweise ganze Flächen bedeckend undreichlich blühend). Alle Standortsangaben aus dem Alpengebiete sind irrtümlich und beziehen sich zumeist aufden Bastard S. aradinoideum x S. montanum. Sempervivum Funckii soll vom Mallnitzer Tauern in Kärntenstammen, wo es aber gewiss nicht wild vorkommt. Vermutlich ist die Pflanze dadurch entstanden, dass einevom Mallnitzer Tauern stammende Pflanze (wahrscheinlich S. arachnoideum var. Doellianum X S. montanumsubsp. Stiriacum) in Gärten eine hybride Verbindung mit einer dritten Art, vermutlich aus der Verwandtschaftdes S. tectorum, einging.

58. Fam. Saxifragäceae. ') Steinbrechgewächse.

Bearbeitet von Dr. Josias Braun = Blanquet (Züridi).

Mehrjährige, selten einjährige Kräuter und Stauden, auch Sträucher und Bäume. Laub«blätter meist wechselständig, selten gegenständig (Chrysosplenium oppositifolium, Hydrangea,Deützia, Bauera), sehr verschieden gestaltet. Nebenblätter fehlend. Blüten meist zwitterig, selten(durch Verkümmern) eingeschlechtig, meist regelmässig aktinomorph (Fig. 932 n, p), seltenermit Neigung zur Zygomorphie (bei Saxifraga stellaris und S. sarmentosa [Fig. 932 o], Tolmiea,Hydrangea, Parnassia), bei unsern Arten einzeln oder in zusammengesetzten, traubigen odertrugdoldigen Blütenständen. Blütenkreise meist 5, seltener 4, pentamer, seltener tetramer odermehr« (bis 10»)gliederig, in der Regel zwitterig, seltener eingeschlechtig (Astilbe, Ribes» Arten).Kelch und Krone meist 5= oder 4=blätterig, selten die Kronblätter durch Verkümmerung redu»

ziert oder gänzlich fehlend (Chry='***%& § (ijk /tk sosplenium [Taf. 144, Fig. 1 a],

Hydrangea) und dann der Kelchzuweilen korollinisch gefärbt. Knos»penlage dachig oder klappig. Blüten»achse konvex, flach oder konkav,dann der Fruchtknoten unterwärtsoder der ganzen Länge nach mitderselben verwachsen. Staubblätterobdiplostemon, haplostemon oderseltener zahlreich, ausnahmsweisedurch Verkümmerung fehlend. \n»theren meist rundlich=nierenförmigoder länglich, durch Längsrisse seit»lieh oder nach innen sich öffnend.Fruchtknoten 1 = bis 2= (seltener mehr»)fächerig, frei oder ± mit dem Kelchverwachsen. Samenanlagen meistmehrreihig (Taf. 144, Fig. 6 b), wand»ständig oder zentral,zurückgekrümmt(anatrop); Plazenta meist ange»schwollen. Griffel gewöhnlich frei(Taf. 143, Fig. lb und 4 a). Fruchtkapselig, vierklappig oder durchinnere Nahtteilung zweiteilig oder aber Frucht beerenförmig (Ribes, Didiroa, Broussaisia) oderscheinfruchtartig (Colmeiröa). Samen klein und meist sehr zahlreich, öfter mit warziger oderstacheliger Schale (Fig. 932 q bis z). Embryo klein, gerade, mit reichlichem Nährgewebe.

') Vgl. die Gattung Saxifraga pag. 568.

Fig. 932. Keimpflanzen von: a und b Sedum album L. c Sedum acre L.d Sempervivum montanum L. subsp. Stiriacum Wettst. var. Braunii (Funck)Wettstein, e Saxifraga nypnoides L. /, /i Saxifraga museoides All. g Saxi-fraga granulata L. h Chrysosplenium alternifolium L. i Parnassia palustris L.

Samenhüllen von: k Sedum album L. I Sempervivum montanum L. subsp.Stiriacum Wettst. m Schnitt durch eine Kalkdrüse von Saxifraga Aizoon Jacq.

Diagramm von: n Saxifraga granulata L. o Saxifraga sarmentosa L.p Chrysosplenium alternifolium L. Samen von: q Saxiiraga retusa Gouan.r S. biflora All. s S. Seguierii Sprengel, t S. aphylla Sternb. u S. petraea L.v S. Pedemontana All. w S. umbrosa L. x S. sedoides L. var. Hohenwarthii(Sternb.) Engler. y S. arachnoidea Sternb. z S. paradoxa Sternb. (Fig. hund i nach Eichinger, m nach Thouvenin, n, o und p nach Eichler, die

übrigen Originale).