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Tafel 139.
Erklärung der Figuren.
Fig. 1.
Reseda lutea (Bd. IV, 1. Hälfte, pag. 485).
Fig.
6.
Aldrovanda vesiculosa (pag.506). Habitus.
Biütenspross.
>>
6 a.
Laubblatt.
1 a.
Blüte.
v
6 b.
Fruchtknoten im Längsschnitt.
yy
Ib.
Kronblatt.
»
6 c.
Einzelner Narbenzipfel.
v
1 c.
Junger Fruchtknoten.
yj
6 d.
Winterknospe.
v
1 d.
Fruchtknoten im Querschnitt.
6 e.
Drosera intermedia (pag. 505). Neben-
v
2.
Drosera rotundifolia (pag. 502). Blühende
blatt.
Pflanze.
»
7.
Sedum roseum (pag. 526). Männliche
jj
2 a.
Samen.
Pflanze.
3.
Drosera Anglica (pag. 504). Blühende
v
7 a.
Frucht.
Pllanze.
v
8.
Sedum annuum (pag. 531). Habitus.
4.
Drosera intermedia (pag. 505). Blühende
v
8 a.
Frucht.
Pflanze.
ff
9.
Crassula rubens (pag. 514). Habitus.
5.
Drosera rotundifolia x Anglica (pag. 506).
Habitus.
56. Farn. DfOSeräceae. ) Sonnentaupflanzen.
Meist ausdauernde, feuchte Orte oder Gewässer bewohnende Kräuter. Haupt® (oderPrimär=)wurzel in der Regel frühzeitig absterbend, daher gewöhnlich fehlend. Spross kurz;unterirdischer Teil einfach oder zwiebelartig verdickt. Laubblätter verschieden gestaltet, meistzum Fangen und Verzehren von tierischer Nahrung eingerichtet, in der Regel spiralig, seltenquirlständig angeordnet, im Knospenzustande nach einwärts gerollt, reizbare Drüsenhaare oderTentakeln und kurze Verdauungs» (Digestions=)drüsen tragend, am Grunde ohne oder mit ver=schieden gestalteten Nebenblättern. Blüten strahlig, zwitterig, 4= oder meist 5= (selten mehr»)zählig, zu wickeligen oder scheinährigen Blütenständen vereinigt. Kelch verwachsen odergetrenntblätterig, bleibend. Kronblätter frei, in der Knospenlage dachig. Staubblätter frei,meist 5, seltener 4 oder zahlreich (bis 20), zwischen den Kronblättern stehend. Pollenzellenzu Tetraden (Fig. 891 p) vereinigt. Fruchtknoten aus 5, seltener aus 2 bis 4 Fruchtblättern ver=wachsen, oberständig, 1 »fächerig, mit meist zahlreichen, wand» oder grundständigen, anatropenSamenanlagen. Griffel 3 bis 5 (selten 1), mit einfacher bis wiederholt gabeliger Narbe (Taf. 139,Fig. 6 b). Frucht eine meist 1 »fächerige, klappig aufspringende Kapsel. Samen zahlreich, seltennur wenige (bis 3), mit kleinem, geradem, im Nährgewebe liegendem Embryo. Samenhautmembranös, fest oder locker anliegend, zuweilen nach 2 Seiten hin verlängert (Taf. 139, Fig. 2 a).
Die Stellung der Familie der Droseraceen im System, so gut umschrieben die Familie auch ist, warlängere Zeit strittig. De Candolle stellte sie auf Grund der Hypogynie und der echt parietalen Placentationneben die Violaceen (1824), Jussieu (1789) sdilöss sie an die Resedaceen an, Lindley an die Papaveraceenund Berberidaceen, später audi (ebenso wie Hooker und Agardh, 1S58) an die Saxifragaceen. En gl ervereinigt sie zusammen mit den Sarraceniaceen und Nepenthaceen zu der Reihe der Sarraceniales (vgl. pag. 510).
Wiederholt wurde die Gattung Parnassia (vgl. Saxifragaceae zu den Droseraceen gestellt, eineEinteilung, die nadi Goebel und Heinricher jedoch nidit aufrecht erhalten werden kann (vgl. Eidiinger,Alfons. Beitrag zur Kenntnis und System. Stellung der Gattung Parnassia. Beihefte zum Botan. Centralblatt Bd. XXIII[1908], Abt. 2, pag. 298 bis 317). Ebenso wurden auf Grund einer blossen oberflächlichen Habitusähnlichkeit diebeiden Gattungen B y b 1 i s und R o r i d u 1 a, die scheinbar auch Insektenfang betreiben, den Droseraceen ein»gereiht. Neuerdings werden sie bei den Lentibulariaceen, Odinaceen oder Pittosporaceen untergebracht.
Außer der artenreichen Gattung Drosera gehören noch die drei fest begrenzten, monotypischenGattungen Dioneea, Drosophyllum und Aldrovända (pag. 506) hierher, von denen die beiden ersten ein sehreng umgrenztes Verbreitungsgebiet aufweisen. Alle 4 Gattungen treten völlig unabhängig voneinander auf,
') Von griech. öqooos [drösosl = Tau.