Druckschrift 
4,2 (1923) Dicotyledones : (II. Teil)
Entstehung
Seite
675
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

675

9*. Blütenstände pyramidal oder länglich, rispig 11.

10. Staubblätter so lang oder wenig länger als die Kronblätter .... S. decumbens nr. 1465.

10'. Staubblätter mindestens 1 s /s mal so lang wie die Kronblätter. Bis 1,5 m hoher Strauch mit an»

fangs zottig oder feinfilzig behaarten Zweigen. Laubblätter eiförmig bis länglidi»lanzettlidi, bis 11 cm lang,anfangs rötlich gefärbt, spärlich behaart oder kahl, fast vom Grunde an grob», meist doppelt drüsig»gesägt.Blütenstände flach, behaart. Kelchblätter meist zurüdcgesdilagen. Kronblätter zirka 2 mm lang, kürzer als dieStaubblätter, karminrot. Drüsenring schwach entwickelt. — VII bis VIII. Heimat: Japan, China? Seit langemkultiviertj hie und da verwildert S. JapönicaL. (= S. callösa Thunb.).

11. Laubblätter anfangs spärlich behaart, später verkahlend. Kelchblätter zur Fruchtzeit aufrecht.Fruchtblätter am Grunde etwas verwachsen 12.

11*. Laubblätter unterseits dicht filzig behaart. Kelchblätter schon zur Blütezeit zurückgeschlagen.Fruchtblätter frei 13-

12. Blütenstände länglich=zylindrisch; untere Aeste nicht verlängert, meist aufrecht abstehend.

S. salicifolia nr. 1466.

12*. Blütenstände breit pyramidal; untere Aeste deutlich verlängert, fast wagrecht abstehend. Krön«blätter weiss, selten rosa. — VII, VIII. Heimat: Westliches Nordamerika; bei uns seit langem kultiviert undhie und da verwildert (wird oft mit weissblütigen Formen vonS. salicifolia verwechselt). Aendert ab: f. latifölia Dippel.

Laubblätter breit, eiförmig bis länglich»verkehrteiförmig, sehr kurz»gestielt, grob und ungleich gesägt. Blütenstände sehr gross, bis2,5 dm lang, unterwärts oft ganz kahl. Hierher die in Mitteleuropaverwilderten Pflanzen. — f. densifölia Zabel. Sprosse fastkahl, aufrecht, steif. Laubblätter dicht stehend, kurzgestielt, lan=zettlich, 8 bis 9 cm lang, in ihren Achseln mit 2= bis 4»blätterigenKurztrieben und dadurch der Strauch dicht belaubt erscheinend

S. älb a Du Roi.

13. Laubblätter (3,5) 4 bis 9 cm lang. Reife Fruchtblätteran der Spitze zusammenneigend. Bis über 2 m hoher, Ausläufertreibender Strauch mit graufilzig behaarten oder fast kahlen, anfangsgelbgrauen, später rotbraunen Zweigen. Laubblätter länglich bis breiteiförmig=lanzettlich, vorne stumpflich oder spitz, oberseits kahl oderkurz weichhaarig, unterseits dicht weiss« bis graufilzig. Blütenständelänglich, dicht, grauweissfilzig. Kronblätter heller oder dunklerrosa. Fruchtblätter kahl oder auf der Innenseite spärlich behaart;

Spitzen der reifen Fruchtblätter fast parallel stehend. — VII bis IX.

Heimat: Westliches Nordamerika; bei uns seit langem kultiviertund ab und zu verwildert S. Dougläsii Hook.

13*. Laubblätter 3 bis 5 cm lang. Reife Fruchtblätter

an der Spitze weit auseinander spreizend. Bis 1,5 m hoher Strauch

mit starr aufrechten, bleibend rostfarbig filzigbehaarten, zuletzt

braunen Zweigen. Laubblätter meist länglich, unterseits dicht

rostfarbig filzig. Kronblätter rosenrot. Fruchtblätter wollig be»

haart, reif weit (fast vom Grunde an) auseinander spreizend. —

VII, VIII. Heimat: Oestliches Nordamerika; häufig kultiviert

und stellenweise verwildert, so bei Hamburg (Mühlenkamp), bei Fig. 1009. Spiraea crenata L. a Blütenzweig.

Görlitz in Schlesien und nach Paulin (brieflich) im Laibacher. » Laubblatt c Laubblatt von einem Blütenzweig.

v ' d Blüte, e Frucht. / Samen,

moor S. tomentösaL.

1463. Spiraea media Schmidt (= S. chamaedryfölia L. z. T., = S. oblongifölia Waldst. et. Kit.,= S. confüsa Regel und Koernike). Karpaten = Spierstrauch. Fig. 1010a bis h.Bis 1,6 m hoher Strauch mit aufrechten oder an der Spitze überhängenden, anfangsmeist locker behaarten, später verkahlenden, rotbraunen, stielrunden Zweigen. Laubblätter kurz»gestielt, lineaHänglich bis elliptisch lanzettförmig, bis 5,5 cm lang und bis 2,5 cm breit, meistkeilförmig in den Grund verschmälert, seltener rund oder fast abgestutzt, an der Spitze stumpf oderkurz stachelspitzig (Fig. 1010b bis d), bis zur Mitte ganzrandig, gegen die Spitze zu ^ tief gesägt bisfast gespalten; diejenigen am Grunde des Blütenstandes ganzrandig, am Rande (wenigstensanfangs)