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4,2 (1923) Dicotyledones : (II. Teil)
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denen, oft schwer bestimmbaren Bastarde bei uns als Winterhärte, reichlich blühende Ziersträudier in Gärtenund Anlagen kultiviert werden. Aus der Kultur verwildern sie leicht und haben sich vielerorts eingebürgert.

1. Blütenstände einfach doldig oder doldentraubig, nicht rispig verzweigt. Kronblätter weiss . . 2.1*. Blütenstande mehrfach verzweigt 9.

2. Blütenstände fast sitzend, am Grunde von schuppenförmigen Hochblättern umgeben .... 3.2*. Blütenstände kurzgestielt, am Ende von mit ± normal entwickelten Laubblättern besetzten Zweigen 6.

3. Laubblätter scharf gesägt 4.

3*. Laubblätter ganzrandig oder nur gegen die Spitze zu spärlich stumpflich gezähnt 5.

4. Junge Zweige dicht weichhaarig. Griffel an den Früchtchen endständig. Laubblätter länglich=elliptisch,am Grunde keilförmig verschmälert, vorne zugespitzt, oberseits kahl, unterseits weichbehaart. Blütenstände meist5«blütig. Staubblätter kaum halb so lang wie die Kronblätter. Heimat: China; in Mitteleuropa in Gärtenkultiviert (meist in der gefülltblütigen Form), selten verwildert S. prunifölia Sieb. u. Zucc.

4". Junge Zweige kahl, stielrund. Griffel unterhalb der Spitze der Fruchtblätter entspringend. Laub«blätter lineal»lanzettlich, spitz. Staubblätter '/» so lang als die Kronblätter. Heimat: China, Japan. Ab und zuin Gärten kultiviert und selten verwildert S. Thunbörgil Siebold.

5. Laubblätter vorne abgerundet, stumpf, verkehrteiförmig, selten bis fast rundlich, 3» bis 5=nervig, ganz»randig oder stumpf gezähnt. Blütenstände trugdoldig, ungestielt. Kronblätter so lang oder kaum länger als die

Staubblätter. — V, VI. Heimat: Spanien, Portugal, Frankreich ;Nordpersien? Sehr häufig in Kultur und hie und da verwildert.Die Angaben aus Krain (nach Fleischmann, Uebersicht derFlora Krains, pag. 104) treffen nach Paulin (brieflich) nicht zu;letzterer hat die Pflanze an den bezeichneten Orten vergeblichgesucht; auch sonst erwähnt sie kein einheimischer Botaniker.S. oboväta Waldst. und Kit. (= S. flabelläta Bertol.?).5°. Laubblätter vorne verbreitert, ± plötzlich zuge«spitzt, breitlanzettlich, meist 3=nervig, gewöhnlich ganzrandig.Blütenstände ungestielt, 5= bis 10»blütig. Kronblätter meistdeutlich länger als die längsten Staubblätter. Heimat, Süd.und Südost=Russland; Transkaukasien?, Sibirien. Seit 1636 abund zu kultiviert und selten verwildert (wird meist mit S. obovata

verwechselt) S. hypericifölia L. Fig. 1008.

6. Niedriger, bis 1 m hoher Strauch mit anfangskurzbehaarten Zweigen. Laubblätter 3»nervig, die der Blüten»zweige kleiner und schmäler, länglich bis lanzettlich, bis

4 cm lang, am Grunde keilförmig, vorne stumpflich oderspitz, von der Mitte an oder erst im oberen '/« unregelmässiggezähnt; die der nichtblühenden Zweige verkehrteilänglich«lanzettlich, ganzrandig oder vorne spärlich gezähnt, anfangs kurz«behaart. Blütenstände ziemlich reichlichblütig. Blüten auf zirka

5 mm langen Stielen. Kelchblätter 3«eckig, zirka 1,5 mm lang,am Rande und innen behaart. Kronblätter kreisrundlich, bis3 mm lang, weiss. Staubblätter zirka 4 mm lang. Griffel an derSpitze oder am Rücken wenig unterhalb der Spitze der Frucht«blätter entspringend. — V, VI. Heimat: Ungarn, Siebenbürgen,Bulgarien, Mittel« und Südrussland (hier in den Strauchsteppen

stellenweise dominierend), Kaukasus, Altai, Alatau. Bei uns häufig als Zierstrauch kultiviert; selten auch ver«wildert (Böhmens Schloss Skalken bei Watislaw; Schweiz: Neuchätel).

S. crendta .L. (S. crenifölia C. A. Mey., = S. vaccinifölia hört, non Don). Fig. 1009.6*. Laubblätter fiedernervig 7.

7. Laubblätter unterseits dicht filzig behaart, klein. Blütenstände von weichen Haaren grau. Blütenklein. Fruchtblätter dicht kurzhaarig. Niedriger Strauch mit behaarten Zweigen. Einheimisch in den Alpenvon Venetien, in den Illyrischen Gebirgen, in Kleinasien und Armenien. — IV bis VII. Seit 1S23 selten kultiviert.

S. cd na Waldst. et Kit.

7'. Laubblätter kahl oder spärlich behaart. Blütenstände kahl 8.

8. Stengel rund. Laubblätter bis zur Mitte ganzrandig (Fig. 1010 b bis d) . . S. media nr. 1463.8*. Stengel kantig. Laubblätter vom unteren'/s oder'/* an gezähnt (Fig. 1010l,m) . S. ulmifolia nr. 1464.

9. Blütenstände flach, doldig 10.

Fig. 1008. Spiraea hypericiiolia L. u Habitus.b Blute (vergrössert). c Kronblatt, d Bllitendiagramm.(Fig. d nach E i c h 1 e r).