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4,2 (1923) Dicotyledones : (II. Teil)
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und üppiger, diejenigen der weiblichen zarter und unscheinbarer. Ausser Individuen mit nur scheinzwitterigen mann»lidien und solchen mit nur scheinzwitterigen weiblichen Blüten kommen auch solche mit Zwitterblüten neben denmännlichen Blüten vor und solche mit nur Zwitterblüten; auch gefüllte Blüten sind schon beobachtet worden. DieSamen sind sehr leicht (ein Stück wiegt 0,00008 g); sie werden schon durch die lokalen, kaum spürbaren Luft»Strömungen, welche die ungleichmässige Erwärmung des Waldbodens verursacht, verfrachtet." 1 — Ehedem dientenRddix, fölia etflöres Barbae cäpraealsstärkende, gelinde adstringierende, fieberwidrigeMittel. Die Wurzel besitzt einen starken Geruchund einen bitterlichen Geschmack. Das Kraut ent-hält ein cyanogenes Glykosid, die Blüten, Wur*zeln und Zweige etwas Blausäure. Die prächtigeStaude, die in Schlesien schon im 17. Jahrhundertals Gartenpflanze empfohlen wurde, eignet sichsehr gut für schattige Stellen der Landschaftsgärten.

— Gelegentlich ist das Endblättchen i tief 2» oder3=texlig; auch eine Verbänderung der Blüten»zweige ist festgestellt worden. In Bayern gehörtdie Art zu den gesetzlich geschützten Pflanzen.

zwitterig oderblätter 5, kurzweiss oder rosa,als 15 bis sehr

Fig. 1006. Aruncus Silvester Kosteletzky, links eine männliche, rechtseine weibliche Pflanze. Phot. Josef Ostermeier, Dresden.

CCCLXXXI. Spiraea') L. Spier-strauch, Spierstaude. Franz.:

Spiree; engl.: Spiraea.

Sträucher mit meist ungeteilten,selten schwach gelappten, meist gekerbtenoder gesägten, sommergrünen Laub»blättern. Nebenblätter fehlend. Blüten»stände traubig öder rispig. Blüteneingeschlechtig. Kelch»

3=eckig. Kronblätter 5,

Staubblätter meist mehrviele, ein» oder mehr»reihig, an der Aussenseite des gekerbtenDrüsenringes angeordnet (Fig. lOlOf). Fruchtblätter meist 5 (Fig. 1007b und lOlOo), seltener

weniger (3) oder mehr (bis 8), frei, ausnahmsweise am Grundeetwas verwachsen (Fig. 1007 b). Früchtchen aufspringend, mit meistmehr als 3 spindelförmigen (Fig. 1011 e) Samen.

Die weissen, gelblichen oder rötlichen, oft proterogynen Blüten be=sitzen einen weissdornähnlichen Geruch. Der Honig ist halbverborgen undwird von einem ringförmigen Wulst an der Innenseite des Kelches innerhalbder Einfügungsstellen der Staubblätter abgesondert (Fig. 1010 f). Als Besucherder kultivierten Spiersträucher nennt Hermann Müller zahlreiche Käfer, Dipteren,Hymenopteren, wenige Lepidopteren und Neuropteren. Einzelne Arten ent»halten Blausäure, Spiraea salicifolia das Enzym Gaultherase. Von Abnormi»täten werden erwähnt * Verbänderung der Zweige, Tetramerie der Kelch« undKronblätter, Zygomorphie der Blüten (durch Auftreten symmetrischer Einschnittein einzelnen Kronblättern), gefüllte, vergrünte (durch Verlaubung der Kelchblätter)und durchwachsene Blüten, Vermehrung der Fruchtblätter bis auf 9, Auftreteneiner dann grösseren Einzelblüte an Stelle der axillären Trugdolde, Ausbildungvon Adventivsprossen an den Wurzeln usw.

Die Gattung (inkl. Petrophytum) umfasst etwa 38 der nördlichen ge»Fig. 1007, Spiraea utmifolia Scop mä ssigten Zone (besonders vertreten in Ost» und Zentralasien sowie im Himalaya)a Blütenzweige, b Früchte. angehörende Arten, von denen ein grosser Teil, ebenso zahlreiche der verschie»

') Vom griech. nrinoaui. [speiraiä[; Name eines Strauches bei Theophrastos.